Pöbelmacker #16

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„The Quality of mercy is not strnen“, 1979 veröffentlicht, scheint wie eine Art Best of der New Wave- und Punkszene dieser Zeit zu sein. Genau einordnen lassen sich die experimentellen Songs nicht, alle stehen sie jedoch unter der Schirmherrschaft des damaligen Punk.
Schon der erste Song des Albums (Like spoons no more) vereint den Einfluss von „Gang of Four“, die zum Umfeld der 6 Kunststudenten gehörten, und „The Clash“ gleichermaßen.
Das Schlagzeug, verankert in Off-Beats, ist druckvoll und eingängig, der Gesang ist zackig und die Gitarre schrabbelt rhythmisch vor sich hin und deutet das eigentliche Können hinter dem scheinbar Trivialen nur selten an. Das Ganze wird textlich in einen politischen Kontext gesetzt, was will man noch mehr?
Der Knaller schlechthin ist -meiner Meinung nach- der Song „Teeth“, welcher Kopf und Beine gleichermaßen anspricht. Unweigerlich wurde ich an „The Faint“ mit „Southern bells in london sing“ erinnert, was jedoch auch einfach am Einsatz von Streichern liegen kann und der damit automatisch verbundenen Tragik…

Schade nur ist, dass man nicht mit der Erwartung, noch mehr wavigen Punk dieser Richtung zu erhalten, an die übrigen Alben der Mekons herangehen darf, da sie sich später poppigeren Sounds mit Country-Einschlag widmeten. Ist zwar auch nicht ganz zu verachten, was dabei rumkam, hat aber mit diesem Album und den 2 Singles davor nicht mehr viel gemeinsam.
Tolles Album, am Besten zu genießen an kalten, verregneten, Tagen, ordentlich verrührt mit Gin und einem Spritzer Arbeitslosentragik…

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1 Antwort auf „Pöbelmacker #16“


  1. 1 The Quality Of Othmar Is Not Strnen « Grob. Gröber. Gröbchen. Pingback am 05. November 2011 um 23:32 Uhr
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