Endzeitabenteuer…

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Wo bin ich? Im Bett, ja! Aber nicht meins und mein Mann, wo ist der? Wahrscheinlich im Ochsen, bei Bier Nummer 12. Herrje. das ist nicht mein Bett! Meine Hände suchen sich zitternd den Weg unter der warmen, ja warm ist sie, Bettdecke nach draußen. Was aber ist das? Ein Schlauch! In meinem Bauch?! Ich folge ihm und stoße an eine Grenze, die Wand ist das nicht. Langsam gewöhnen sich meine Augen an die Dunkelheit und ich erkenne wogegen ich gestoßen bin. Ein Bettgitter, durch das sich der Schlauch nach draußen schlängelt.
Auf Klo sollte ich langsam mal. Kann mich kaum rühren. Gliedmaßen wie Blei. Lang kann ich es nicht mehr halten. Irgendeinen Anhaltspunkt muss es doch geben…
Durch das diffuse Licht erkenne ich einige Gegenstände, meine, aber nicht da wo sie sein sollten. Was hängt da über mir? Ein Rasierapparat. Was soll das? Ich greife danach, etwas zu heftig. Ein rotes Licht leuchtet auf. Erhellt den Raum etwas mehr. Oh Jammertal! Rot ist nicht gut! Ich erkennne Bilder an der Wand. Mein Mann, meine Eltern. Todesanzeigen! Tot? Kann nicht sein. erst gestern hab ich mit ihnen Kaffee getrunken. War es gestern?
Wann klingelt der Wecker? Ich muss zur Schule. Erst meine Tasche packen. Mathetest!
Auf´s Klo! Jetzt… Der Schlauch an meinem Bauch wird warm. Der Druck lässt nach. Auch gut.
Wo zur… Eine Tür wird mit einem Ruck geöffnet. Licht strömt herein, blendet mich. Schritte!
Ich erstarre vor Angst. Will schreien… Geht nicht, Mund zu trocken! Ich huste. Mehr Licht! Ich sehe nichts mehr….
„Frau M. wo ist das Problem? Es ist vier Uhr in der Nacht!“
Ich werde unsanft gepackt, auf die Seite gerollt. „Scheiße!“, krächzt ein Mann „Nicht schon wieder!“. Etwas wird aus meiner Unterhose gezogen, Gestank erfüllt den Raum. Kaltes Wasser an den Hintern! Ich friere! Etwas wird wieder in die Unterhose gezwängt…
Ich werde zurückgerollt. Schritte. Tür in Angel. Dunkelheit. Wer war das? Wo bin ich? Ich muss zur Schule! Meinen Ranzen packen!
Vater unser, der du bist im Himmel…

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2 Antworten auf „Endzeitabenteuer…“


  1. 1 neuromo 21. Februar 2010 um 15:23 Uhr

    verdammt!

  2. 2 Pöff 21. Februar 2010 um 15:33 Uhr

    oh mein gott ich muss gleich weinen! Ich bin echt froh, dass es Leute wie dich gibt die in entsprechenden Einrichtungen arbeiten, Leute mit genug Verstand und Herz

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