Und auch was Ernstes…

Was ist eigentlich dieser Sexismus?

Gender studies – ein ekliges Wort. Zumindest für mich, da es mich an langweilige Seminare denken lässt, in denen sich ein bis zwei studierende Personen, die aufgrund von bestimmten sekundären Geschlechtsmerkmalen zu der aufgrund von vorherrschenden Denk- und Zuordnungsmustern des sozialen Gefüges definierten Gruppe der sogenannten „Frauen“ zuzuordnen wären, besonders angeregt von einem fast schon an Mastrubation grenzenden Eifer befallen, in einem Gedankenaustausch mit der, nun sagen wir, um es einfach zu halten, ebenfalls „weiblichen“ Lehrkraft, befinden, deren Dynamik der eines aus diversen Filmen bekannten Gangstergespanns ähnelt, bei dem jeder Satz des Oberfuzzis mit ein Paar Ellipsen und einem „mann“ oder einem Ausdruck mit ähnlichen angestrebten stereotypen Implikationen am Ende angereichert wird. Alles verstanden? Gut weitergehts. …

Was ich damit sagen will ist, dass man ein solches Thema auch so zerreden kann, dass die ursprüngliche Intention, nämlich im weitesten Sinne den Alltag der Menschen zu verbessern, komplett verloren geht.
Also stellen wir nocheinmal die Frage: Was ist eigentlich Sexismus? Hierzu wäre es nicht schlecht, einen Spiegel der Gesellschaft zu haben, der den allgemeinen Tenor der menschlichen Mentalität wiedergibt. Vielen dürfte dieser bekannt sein als die große, wenn schwarze auch tatsächlich als Spiegel benutzbare, Kiste, in die alle von uns (= Menschen, die eine solche besitzen) gerne reinstieren. Darin finden wir eine sehr schöne Ansammlung an Bildern, Äußerungen, Einstellungen und Konzepten, denen eine sexistische Grundhaltung vorzuwerfen wäre. Nichts Neues, klar. Wenn man aber, so wie ich, bevor ich mich hingesetzt habe um dies zu schreiben (während ich mein Spiegelbild im Fernseher gar nicht sehen kann, da ich mal wieder staubwischen sollte…) so richtig drüber nachdenkt, kommt man aus dem Staunen gar nicht mehr raus! Es ist überall! Es ist so viel, dass man lieber gar nicht erst darüber nachzudenken versucht! In dem Kuddelmuddel aus Titten, die einem im Mittagsprogramm unter der Haube der Aufklärung über die Sitzfestigkeit von Bikinioberteilen beim Rutschen verkauft werden, der Wahl zum Pro7 Sommermädchen/Taff-Girl usw., bei der eine Jury von 3 wiederlichen Typen einer Reihe von halbnackten „Partygirls“ gegenübersitzen und Sachen sagen wie „also dein face find ich schon ganz gut, schöne Brüste hast du auch, nur an deinen Hüften merkt man schon, dass du ganz gern mal Pasta isst“ UND die Reaktion des angesprochenen Mädchens tatsächlich ist „ja ich weiss, meine Family kommt aus Italien, da liegt mir das im Blut, aber dafür sagt man sich von italienischen Frauen ja auch, dass wir nicht nur was das Essen angeht sehr sinnlich sind.“ Dann kommt ein kleiner Zwinkerer, der wahrscheinlich so viel heißen soll wie „nach der Show blas ich dir einen auf dem Dixie-klo das da hinten rumsteht, wenn du für mich stimmst“. Und DANN beendet sie das Statement idealerweise noch mit: „Aber ich weiss, ich sollte mal wieder ins Fitnessstudio gehen“. Und wenn man DA mal drüber nachdenkt, kommt einem schon ein kleines bisschen Kotze hoch und man wird für einen kurzen Moment irgendwie traurig. Super auch, die neue DSDS-Mieze vom Bohlen, mit den Mega-Melonen, die SO unverschämt offensiv als einzige Berechtigung, warum die Schnalle in der Show ist, präsentiert werden! „Die is doch nur wegen ihren Titten hier“, ein böser Blick von der dunkelhaarigen, flachbrüstigen Konkurrentin, die ein bisschen mehr Talent hat. Dieser wird dann noch mit einer Sirene untermalt, 5 Mal wiederholt und der Bildschirm wird an den Rändern leicht rot eingefärbt. Dann werden die zwei, in der Folge schon 6 Mal als „ihre 2 schlagenden Argumente“ bezeichneten, Objekte der Begierde, einfach 10 Sekunden ins Bild gehalten, dies wiederrum untermalt von dem Geräusch einer Kindertröte.
Klar, warum schaust du dir sowas überhaupt an? Das macht man halt, wenn man seine Eltern besucht und die 17-jährige Schwester das gern guckt. Und irgendwie denkt man sich auch: Was solls, das is RTL…
Aber wenn man dann doch einmal drüber nachdenkt, merkt man, dass die ganze Versexung Ausmaße angenommen hat, die der Müllkippe bei „Idiocrasy“ nicht unähnlich sind.
Doch an was denken wir nicht, wenn wir Sexismus sagen? Daran, wer alles die Opfer davon sind. Großbusige Blondinen? Ja, klar. Aber wenn man mal an die Italienische sinnliche Dame von vorhin denkt, haben die es besser verdient? Ich finde nicht. Wenn man sich in Kot badet kann man nicht rumrennen und sich beschweren, dass die Leute sich die Nase zuhalten.
Aber die Menge der Opfer von Sexismus setzt sich nicht nur zusammen aus der Blondine, die „ihre Vorzüge einzusetzen weiss und zu ihrer Sexualität steht“ und dem burschikosen Mädchen aus OberUnterMarchtalGmündLingen, die eine Ausbildung zur Kfz-Mechatronikerin machen will. Was viel zu oft vergessen wird, ist der Skrotum-behaftete Teil der Menschheit. Ganz normale Typen, die gar nicht mehr wissen, wer sie eigentlich noch sein dürfen. Dabei möchte ich nicht auf die Metrosexuelle Schiene abdriften, das ist mal wirklich ausgelutscht. Ja Beckham hat Federn im Haar, und es sieht total scheisse aus, aber die Tussen stehn drauf – wieso denn bloß?
Ich rede von Mr. Right. Er ist intelligent, gebildet, versiert, kennt sich mit Weinen aus, weiss, was man einer Frau zum Valentinstag schenkt, hat gute Umgangsformen, ist gut situiert (! Bitte Mädels, wir wollen doch keinen Penner heiraten !), und weiss ganz genau, womit er uns im Bett zufrieden stellen kann, da er regelmäßig eine gute Mischung aus Men’s Health und der gelegentlichen Cosmo studiert. Ein Frauenversteher ist er, ein Gentleman, ein wilder Hengst noch dazu und Tiffany Schmuck kauft er uns auch noch! Aber man findet ihn so schwer – wo sind denn all die Guten hin? Ach ja, stimmt, die sind ja alle schwul…oder vergeben. Natürlich, wenn man ein saftiges Filetstück sieht, dann greift man zu. HALLO?! Klar, wir Frauen haben nicht alle einen BMI von 19 und dabei Körbchengröße D – aber wenn wir ehrlich zueinander sind, wissen wir doch auch, dass das KEIN Mann von uns erwartet. Der gelegentliche Assi-Toni dabei? Na und, ihr müsst ja nicht mit ihm mitgehen! Und wenn ihr’s trotzdem tut? Dann ist dieser verbotene kleine „Badboys sind so sexy“ Teil, den jede Frau in sich hat, schuld. Das ist wie die ganze Tafel Schokolade, die wir uns ab und zu gönnen MÜSSEN, wenn wir mal wieder down sind, weil unser vermeintlicher Mr. Perfect sich als „weitere Niete“ entpuppt hat, da er nämlich gesagt hat, er würde seinen Sportwagen gerne behalten, auch wenn wir mal Kinder haben.
WAS IST MIT EUCH LOS, FRAUEN! Wie kann man es der Glamour-lesenden und auf Frauenzimmer.de surfenden Fraktion denn eigentlich Recht machen? Ist er ein bisschen ZU interessiert an Fussball und seinen Kumpels, ist er ein Macho (kein guter Fang). Ruft er einmal zu oft im Monat bei seiner Mutter an, ist er ein Muttersöhnchen, das nicht loslassen kann (wie soll denn der später mal Verantwortung übernehmen?). Und redet er ein bisschen zu lang über SEINE Gefühle, ohne vorher wütend davon zu stürmen, mit seinen Kumpels einen saufen zu gehen, und am nächsten Tag reumütig und mit Blumen und Pralinen anzukommen und zu sagen „Ich schätze, ich habe einfach Angst verletzt zu werden“, ist er ein Softie (viel zu anstrengend!).
Er will euer sechseinviertel-wöchiges Jubiläum nicht mit euch bei einem romantischen Candle-Light Dinner gefolgt von einem Spaziergang durch den Park unter dem Sternenhimmel verbringen (wo natürlich ER darauf kommen muss, ist doch klar, er kann euch ja jeden Wunsch von euren mit kussfestem Lipgloss in Mauve bedeckten Lippen ablesen), sondern zu dem Basketballspiel gehen (zu dem er seit 2 Monaten die Karten hat und sich darauf demnach schon seit eindreiviertel Wochen lönger darauf freut, als ihr euch überhaupt kennt)? So ein unsensibler Prolet! Wie kann er nur? Und über eure Norah Jones-CD zum Geburtstag hat er sich auch nicht so richtig gefreut? Wahrscheinlich ist er einfach „nicht der Richtige“, nicht der „Hauptgewinn“, nicht das dickste Würstchen an der Theke. Was solls, Eimer Ben&Jerry’s reingeschaufelt, ein sündhaft teures Paar Jimmy Choos gekauft (das muss man sich schon mal gönnen), und weiter gehts auf die Piste im neuesten Oversized-Blaser, der an Ashley Oslen so sexy wie lässig ist. Ein neuer Kerl muss her! Vielleicht das Sahne-Schnittchen in der Ecke?
Wiederlich!

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17 Antworten auf „Und auch was Ernstes…“


  1. 1 neuromo 21. Februar 2010 um 21:41 Uhr

    ähem, …, ich muss hier einiges missverstanden haben …

  2. 2 Pöff 22. Februar 2010 um 12:16 Uhr

    ja so gehts mir auch, sorry firlefurz, aber kannst du dich da nochmal klarer ausdrücken oder drüber nachdenken? Ich habe dich so verstanden, dass du Sexismus in 2 Kategorien unterteilst und dich mit Hilfe diverser Klischees (die du aber zu glauben scheinst) daran machst, die Frauen aufzufordern nicht so wählerisch zu sein…kann das wirklich deine Meinung sein?
    Wo nimmst du diese Beispiele her, und warum amerikanisierst du so viel?

  3. 3 neuromo 23. Februar 2010 um 12:32 Uhr

    da der kommentar der autorin ausbleibt, muss vorsichtig kritik üben: ich bin mir nicht sicher, ob ich den text richtig verstehe. aber ausgehend von meiner kenntnis finde ich ihn leider ziemlich inakzeptabel. wieso machst du das gender thema auf, wenn dich seine ernsthafte (akademische) betrachtung nicht interessiert (wie du zu beginn sagst)? hier schreiben menschen, die sich ernstaft mit diesem thema beschäftigen und ich bitte dich darum das zu akzeptieren.
    ack! ack! ack! ist ein linkes webzine, die genderdebatte ist ein linkes thema. demnach finde ich es unangebracht dieses thema auf ack! ack! ack! so konservativ zynisch zu behandeln, wie ich eben diesen text verstehe. es ist meiner meinung nach sehr unfruchtbar nach jahrhunderten des sexistischen drucks in richtung der frauen, den unterdrückten mann herauszustellen. das tut die fhm oder mario bart. ack! ack! ack! sollte das, meiner meinung nach, nicht tun.

    ich möchte dich keinesfalls persönlich beleidigen! mir geht es ausschließlich um den inhalt des textes bzw. den ort seiner veröffentlichung, den ich mit ack! ack! ack! für unangebracht halte.

  4. 4 firlefurz 23. Februar 2010 um 13:10 Uhr

    Hi die autorin muss sich mal äußern, nachdem sie 2 tage lang kurz aus dem leben ausgeschaltet war. ich dachte nicht dass das so missverstanden wird und ich möchte mich hiermit dafür entschuldigen dass das so rüberkam dass ich in irgendeiner art und weise dafür bin dass frauen unterdrückt werden sollen oder nicht wählerisch sein dürfen! Dass das so verstanden wurde tut mir total leid und es war absolut nicht meine absicht!!! Es geht mir lediglich um die Medienlandschaft und ich wollte einfach nur ausdrücken was mich in letzter zeit diesbezüglich sehr beschäftigt hat! Was ich eigentlich damit kritisieren wollte, ist 1. die art, wie sich manche frauen im fernsehen präsentieren! ich finde es richtig zum kotzen wenn wie du sagst neuromo nach jahrhunderten des sexistischen drucks, dem großteil der gesellschaft, vor allem jugendlichen – jungen mädchen – präsentiert wird dass es total geil ist und einen erfolgreich macht wenn man mit den titten wackelt und sich als „leichtes mädchen“ präsentiert. das wird einem dann als normalität verkauft. was ich schlimm finde ist diese viva generation, bei der sich 16 jährige mädchen bei sendungen wie hot or not von H.P.Baxxter und Gülcan im Bikini Punkte für ihr face&body abholen. ich finde es einfach nicht gut dass es ganz normalen jungen mädchen so präsentiert wird als wär das akzeptabel und sogar wünschenswert.

    2. Finde ich das es genauso schlimm ist wenn männer zum objekt gemacht werden wie frauen. ich finde nur das wird in der breiten Masse der Gesellschaft übergangen. genauso wie ich mario barth schrecklich finde, finde ich auch dass sachen wie sex and the city oder ebenjene frauenzeitschriften männer zum objekt machen. natürlich hab ich überzogen, natürlich hab ich total plakative und unwissenschaftliche clichées benutzt, aber absichtlich. denn wenn man mal bei mario barth bleibt. teilweise ist es so, dass es frauen gibt, die nur schuhe im kopf haben. aber die art wie er das benutzt, als unterhaltung für bierbäuchige fahnenschwenkende fussballproleten, ist meiner meinung nach genauso schlimm wie wenn frauen in kolumnen der glamour oder jolie oder was weiss ich darüber herziehen dass männer nur an ihre autos denken und immer zu früh ejakulieren. das sind genau solche dummen clichées wie der besagte komiker benutzt. und ich finde dass das genauso schlimm ist. ich will keinesfalls sagen dass frauen sich alles gefallen lassen sollen und wenn der freund sie links liegen lässt wenn es ihnen schlecht geht und zum opeltreffen fährt, ist das ganz klar nicht in ordnung! aber ich hab einfach das gefühlt dass diese ganzen frauenheftchen und serien praktisch suggerieren dass sich ein mann einer frau unterwerfen soll und seine interessen zurückstellen soll und die frau sozusagen bedienen muss. das ist doch genausowenig akzeptabel wie ein proll der sagt seine freundin hat er nur zum beine breit machen und putzen. und dann darf aber nicht zu nett sein weil nett ist nicht sexy. ich wollte nur meinen unmut darüber ausdrücken dass das in der gesellschaft und in den medien genauso akzeptiert wird wie dass die darstellung von manchen frauen, eben wie diese 16 (!) jährige dsds kandidatin über die ich geschrieben habe, viele clichées bedienen, gegen die man seit langem kämpft.

    also wie gesagt nochmal: es tut mir wirklich leid dass der text so viel unmut hervorgerufen hat, ich hoffe ich hab mich jetzt klarer ausgedrückt…

  5. 5 Pöff 23. Februar 2010 um 13:43 Uhr

    meiner Meinung nach eine abgeschwächte Version des Selben in grün..aber lassen wir das an dieser Stelle gehe ich nicht konform mit dir, aber das musst du auf keinen Fall persönlich nehem.

  6. 6 firlefurz 23. Februar 2010 um 13:53 Uhr

    Ach ja und ich habe nicht gemeint dass mich die gender debatte nicht interessiert! Ich habe nur gemeint dass es den bezug zur realität irgendwo verliert, wenn es zu hochgestochen wird. wie mit allem. wie z.b. in einem philosophieseminar das ich besucht hab: ich hatte einen text in dem es über die identität der person ging und 20 seiten lang ging es um eine erfundene spezies die genau gleich ist wie der mensch nur dass sie sich durch teilung vermehrt…?! sexismus findet sich im täglichen leben. deswegen finde ich darf man den bezug dazu auch nicht verlieren. deswegen waren die beispiele die ich benutzt habe so platt und amerikanisiert. weil die dinge die ich kritisier habe selbst platt und amerikanisiert sind. ich finde nicht dass die akademische diskussion von gender sinnlos oder hinnfällig ist.

    dsds hat durchschnittlich jeden samstag 6 millionen zuschauer. 48,7 % davon 14-19 jährige. über 70 % davon weiblich. normale menschen die sich wahrscheinlich noch nie gedanken über die sexismusdebatte gemacht haben. die saugen das sozusagen mit der muttermilch auf. die akademische gender debatte will ich nicht kritisieren, warum auch? ich finde nur die diskussion über sexismus darf nicht nur auf dieser ebene geführt werden. mir geht es einfach um die selbstverständlichkeit von sexismus im fernsehen und dass die leute es fressen. und dass das scheisse ist ist klar, ich hab nur in letzter zeit viel darüber nachgedacht und war geschockt wie schlimm es eigentlich ist

  7. 7 Pöff 23. Februar 2010 um 15:11 Uhr

    ja da gebe ich dir recht was deine Medienkritik angeht, ich finde nur, wenn man sich in diese platte Ausdrucksweise begibt und anfängt die solche Beispiele als Tatsachen darzulegen, ist man selbst nicht weit von Mario Bart entfernt, deshalb finde ich es immer ratsamer Sachlich und wenn möglich wissenschaftlich fundiert zu bleiben bzw. sich von dieser RTL oder Hochglanzmagazin-Sprache zu distanzieren.

  8. 8 firlefurz 23. Februar 2010 um 17:15 Uhr

    hm…ich glaube da is noch was wo du mich falsch verstanden hast. also erstmal das was ich zuerst geschrieben hab mit dem pro7 sommermädchen hab ich tatsächlich genauso im fernsehen gesehen. und da musst du mir ja zustimmen, dass es nicht besonders förderlich für die abschaffung von geschlechterclichées und der objektisierung von frauen ist, wenn frauen sich im fernsehen so darstellen bzw. präsentiert werden oder?

    und die beispiele aus den frauenzeitschriften die ich gebracht habe sind keine exakten zitate aber sachen die ich auch genauso in solchen gelesen habe.

    sie sind nicht insofern tatsachen dass sie auf frauen im allgemeinen zutreffen und das behaupte ich auch nicht. mich nervt nur diese völlige absurdität, dass solche hefte „die emanzipierte frau von heute“ ansprechen wollen aber dabei alle blöden clichées bedienen und anpreisen.

    ich will auch gar nicht dass das hier ausartet aber ich hab einfach das bedürfnis mich zu erklären. und ich denke nur man sollte beide geschlechter gleich behandeln, denn mittlerweile finde ich sind wir in unserer gesellschaft, und gerade in deutschland, was gleichberechtigung angeht auf einem ziemlich guten stand. wir haben eine weibliche bundeskanzlerin, die berufsfelder werden auch immer offener und keine frau wird aufgrund von ihrem frausein noch offen diskrimiert. wir haben die gleichen rechte (klar, ungleiche löhne, diskriminierung von frauen mit kinderwunsch in hohen positionen…aber auch da geht es geht ja um die einstellung in den köpfen der einzelnen menschen, die dafür verantwortlich sind. und die massenmedien spiegeln diese einfach wieder und sind für viele menschen auch leitend, was ihre wertvorstellungen und ihr konzept von der welt angeht, wenn auch in den meisten fällen unbewusst.

    aber nochmal kurz zur gleichberechtigung. ich finde wenn man sich vehement gegen ein szenario ausspricht, in dem ein mann mit seinen freunden in der bar sagt er würde die bedienung gern mal über die theke legen, dann muss man genauso dagegen sein, wenn eine frau am fenster zu ihren freundinnen sagt sie würde gern den jungen gärtner vernaschen.

    wenn man spontan diese 2 szenarien kommentiert, denkt man beim ersten „ziemlich wiederlicher typ“, und beim zweiten eher „ja…warum nicht?“ aber es sind völlig parallele dinge, wenn man mal genau drüber nachdenkt.

    noch 2 szenarien:

    1.ein mann sagt: meine ideale frau nervt mich nicht mit ihren opernkarten, sondern bedient mich und meine kumpels daheim mit bier und chips während wir fussball gucken.

    2.eine frau sagt: mein idealer mann schaut sich keine autosendungen an, wenn wir zusammen sind, sondern bereitet mir ein romantisches essen zu und massiert mir dann stundenlang die füße während wir den neuen catherine heigl film schauen. (ja auch ein plattes clichée. für dich, für mich…aber nicht für die „moderne frau von heute“ wie sie in frauenmagazinen verstanden wird)

    bei beiden beispielen werden stereotype interessen vorausgesetzt. bei beiden beispielen muss der eine partner seine interessen zurückstellen und dafür mit dem anderen partner dessen interesse ausleben und ihn/sie währenddessen „bedienen“ (das wird beim ersten beispiel schnell so genannt, beim 2. beispiel ist es rücksichtsvoll/liebevoll/nett)

    mir gehts auch irgendwie so. aber ich hab echt lang drüber nachgedacht und bin zu dem entschluss gekommen, dass es eigentlich genauso schlimm ist zu sagen „pff…männer…denken nur an das eine“ wie „weiste, weiste…meine freundin…mal wieder…2 stunden im bad“

    das wollt ich nur irgendwie ausdrücken. hab ich zuerst auf ne unsachliche art und weise gemacht. aber das war jetzt hoffentlich besser

  9. 9 Pöff 24. Februar 2010 um 13:35 Uhr

    Ahhh, du bist mit dieser konservativen Einstellung einfach nicht im Recht, deine Herangehensweie ist unreflektiert und du benutzt Beispiele aus der Gala, wo dieser Artikel auch jede Rechtfertigung hätte aber in diesem Forum stehst du damit alleine da, und jetzt lass gut sein, bevor es noch schlimmer wird..es tut mir leid, dass ich jetzt so krass werden muss aber du trittst mir ständig auf die gleiche Weise auf den Schlips und ich verstehe nicht, wie ich dir klar machen kann, dass dir der nötige Ton das Wissen, die Einstellung und das Feingefühl fehlt, auch um das zu erkennen. Du untergräbst 150 Jahre Frauenrechtsbewegung lässt die komplette Geschichte außer acht und kratzt ein bisschen an der durchschnittsdeutschen Oberfläche, das reicht einfach nicht für einen ernst zu nehmenden Text über Sexismus.
    Zu guter letzt finde ich es nicht richtig, wenn du Leuten in deiner Einleitung die Berechtigung sich mit dem Thema zu beschäftigen nimmst und bei dir anscheinend noch sehr großer Klärungsbedarf da ist.Außerdem möchte ich dich bitten, den Kommentar von Neuromo noch mal durchzulesen und dir zu verinnerlichen..Und denke daran, es ist keine persönliche Sache zwischen dir und mir sondern es geht um den Text.

  10. 10 Cpt. Schmock 24. Februar 2010 um 15:56 Uhr

    Anfangs verstand ich den Text auch nicht ganz, aber mit den weiteren Ausführungen hab ich jetzt ein Bild.

    Jetzt versteh ich aber nicht warum die platte Darstellung der Erwartungen von clichéhaften Genderrollen durch clichéhafte Genderrollenerfüller solche Gegenwehr erfährt. Ich sehe darin keinen Konservatismus.

    Btw: Was soll den bitte eine „amerikanistische“ Darstellung sein? Hört sich an wie das Stereotyp vom Verfall der Werte. Man bedenke dass bedeutende Feministen aus den Staaten stammen. Zudem stammen alle gebrachten Beispiele der Realität in Deutschland.

  11. 11 Pöff 24. Februar 2010 um 16:19 Uhr

    durch das Herunterreißen eines komplexen Themas wie Sexismus auf platte Beispiele aus Hochglanzmagazinen bleiben Bedeutungsstränge auf der Strecke, ich finde es ist schon wichtig darauf aufmerksam zu machen.
    Mit „amerikanisieren“ meite ich lediglich den Lifestyle, der im 2-ten teil des Textes auftauchte, den man einer Sex and the City welt zuordnen kann, mit „tyffanys-schmuck, mr. Right, cosmopolitan,Ben&Jerry’s,Jimmy Choos“ das ist mir nur aufgefallen,weil ich es realitätsfern fand.

  12. 12 Pöff 24. Februar 2010 um 17:08 Uhr

    wie dem auch sein, ich bin jetzt raus, ich will dir liebe Autorin nicht an den Karren fahren und ich will das jetzt nicht tot-debattieren oder Dingen mehr Bedeutung geben als ihnen vielleicht angedacht waren.

  13. 13 firlefurz 24. Februar 2010 um 19:15 Uhr

    aaahhh hilfe wer sagt denn dass ich das thema herunterreißen wollte?? es ging bei dem ganzen text NUR und zwar NUR um hochglanzmaganzine und die arge amerikanisierung in den medien ich wollte damit überhaupt kein fass aufmachen!!! ganz ganz arges missverständnis!!! ich glaub dir is nich klar dass ich vor allem im 2ten teil absichtlich so geschrieben hab wie die besagten magazine um darzustellen wie schlimm die sind. dacht nich dass das missverstanden wird!

    aber echt egal jetzt. wir können uns ja mal so drüber unterhalten, dann wirst du hoffentlich merken, dass mir keineswegs das wissen oder die ernsthaftigkeit fehlt. in dem text ging es nicht um 150 jahre frauenrechtsbewegung, sondern um fernsehen (hier gucken auch viele sex and the city…) und frauenzeitschriften, um sonst gar nix!

  14. 14 Pöff 24. Februar 2010 um 19:27 Uhr

    jaaa wie gesagt, ich lass das jetzt und ich glaube auch, dass du nicht die Absicht hattest Irgendwas zu verharmlosen, wir labern dass mal so miteinander oder auch nicht, egal missverständliches Zeug, komm bald wieder, ich will einen mit dir drauf machen Vögele!!!

  15. 15 johnny zweifel 28. Februar 2010 um 13:39 Uhr

    „die arge amerikanisierung in den medien“

    bravo. endlich sagt es mal jemand. es geht doch auch nichts über volksdeutschen qualitätsjournalismus. beweis hier:

    http://www.dhm.de/lemo/objekte/pict/d2z10205/index.jpg

  16. 16 Pöff 28. Februar 2010 um 14:45 Uhr

    also wer jetzt immer noch nicht begriffen hat was ich meine, hole sich bitte bei mir ( Görlitzerweg 9 ) eine Watsche ab…johnny zweifel du machst mich schwach

  17. 17 firlefurz 28. Februar 2010 um 17:32 Uhr

    aha johnny kaum wieder in lande und schon am pöbeln? ;) egal ich habs nich wirklich verstanden. ach is doch mist der ganze post, ich weiss gar nich mehr was ich eigentlich ursprünglich sagen wollt. ich will blümchen…

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