School of punkrock

Ein solchen Beitrag wollte ich schon lange mal schreiben und da der Begriff in einem meiner letzten Beiträge benutzt wurde, möchte ich noch etwas auf ihn eingehen: TRALLPUNK

Mit ungefähr 18/19 zeigte mir ein guter (doch leider verschollener) Kumpel Trallpunk. Und das war wirklich das absolut leckerste was Punk ich an Punk je gehört hatte. Banausen würden es vlt schnell als Melodic-Punk oder sowas abstempeln, aber Trallpunk (was zwar auch „melodischer Punk“ bedeutet) kann mehr.
Mit seinem Ursprung in Schweden – dem Land das mit musikalisch erfolgreichen Bands nicht gerade knausert – ist Trallpunk bereits auf die Zeit von Bands wie Asta Kask zu datieren. Vlt aber noch eher auf ein Nebenprojekt von Asta Leuten: Strebers.
Die große Fülle an Bands kam aber glaub ich erst so ab den 90ern.

Trallpunk weist eine wundervolle Melodiösität bei sehr zügigem Tempo auf. Besagter Kumpel, der Tage und Nächte mit Nachforschungen in dieser Richtung verbracht hat, meinte solches Melodiegefühl bereits in der schwedischen Volksmusik oder auch bei Bands wie ABBA oder Roxette (YEAH!) gefunden haben. Und – das muss man anmerken – sind auch viele schwedische Crustbands deutlich melodiöser als z.B. ihre englischen oder amerikanischen Genrekollegen (Die 80er Jahre Krach-Knüppelbands aus Schweden seien jetzt mal ausgeblendet).

Soweit so gut.
Melodie?
Geschwindigkeit?

Das gibt’s doch auch bei, als Skate- oder Californiapunk, verschrienen Bands? Und auch wenn viele der heutigen Trallpunkbands ihre Texte lieber auf englisch singt und auch musikalisch diesem Genre verfallen, ist es nicht dass selbe!
In beiden Genres (Trall- und „Melodic“punk) gibt es sehr gut ausgearbeitete Chöre, doch gerade die schwedische Sprache scheint Einfluss auf die Wirkung der Musik zu haben. Trallpunk schafft es, bei operettenhaften Gesängen, nicht die Kinderchorliga abzurutschen, wie es bei „Melodicpunk“bands eher mal der Fall ist. Die Stimmen sind einfach punkig-rotzig und/oder energetisch, dass man richtig Gänsehaut kriegt.

Außerhalb Schwedens sucht man fast Vergebens nach solcher Musik, auch wenn Rasta Knast in Deutschland mit ihren Asta Kast, Strebers und Radioaktiva Räker Covern schon in eine ähnliche Richtung gingen oder Takahashi Gumi aus Japan.

Da ich aber wahrscheinlich weder die musikalischen Feinheiten, noch die Gefühle die bei dieser Musik so gut werde beschreiben können wie ein Neuromo, beende ich diesen Eintrag mit ein paar Hörproben:

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1 Antwort auf „School of punkrock“


  1. 1 neuromo 23. Februar 2010 um 10:55 Uhr

    für mich ist das schlampiger melody-core :D DD. aber ich weiß schon was du meinst: diese skandi-stimmung ist einfach was besonderes …

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