Als mich mal ein Kran aus einer misslichen Lage befreite

Unangebrachte und unangenehme Pöbeleien auf offener Straße die teils feindselig teils einfach nur falsch sind stehen auf meiner womit-werde-ich-am-liebsten-zusätzlich-in-Situationen-die-aus-purer-Dämlichkeit –entstanden-und-außerdem-selbstverschuldeted-sind,-konfrontiert-Liste ganz klar auf Platz zwei nach einem kleinen Plausch mit einem zufällig vorbeikommendem Ordnungshüter von Welt, der es vermutlich seiner langen Karriere auf hartem Pflaster zu verdanken hat blitzschnell zu erkennen, was hier wohl passiert sein mag und nicht müde wird eine detailgetreue Zusammenfassung des Geschehenen im Dauerloop zu rezitieren( ich kann mir nicht erklären, warum das offenkundige Beitragen Meinerseits ihn nicht in seiner Erzählung bremst, vielleicht wäre er einfach gerne dabei gewesen und vielleicht sollte sich der arme Mann eine Beschäftigung , eine Bingo-Gruppe oder einen lese-Zirkel suchen wobei ihm für letzteres wahrscheinlich eine wichtige Grundvoraussetzung fehlt) und vor einer schönen Explosion.
Doch muss man um der Beschreibung der Situation gerecht zu werden anerkennen, dass, trotz der augenscheinlichen Zweckdienlichkeit eines zu großen Pullovers (welchen mir mein fürsorglicher Vater aufgrund der Tatsache meines recht knappen Beinkleides und der fortscheitenden Dämmerung übergeworfen hat) es sich im Auge des pöbelnden, vorbeilaufenden Gesichtsmassakers nicht schickt diese Kombination des schieren Exhibitionismus zur Schau zu stellen, wie er mit dem Auswurf „ ha, jetzt schdandet se hier scho nackt uff dr schtross“ zum Ausdruck bringt.
Danke Welt, dass du mir meine Überheblichkeit so leicht machst!

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3 Antworten auf „Als mich mal ein Kran aus einer misslichen Lage befreite“


  1. 1 firlefurz 24. Mai 2010 um 12:11 Uhr

    „Danke Welt, dass du mir meine Über­heb­lich­keit so leicht machst!“ – wunderschön!!!

    zumindest hast du einem gelangweilten Menschen, dessen sonstige Belustigung von einem missglückten Friseurbesuch seiner Angetrauten, beziehungsweise – man muss sich ja auch mal was trauen – der Aufstellung eines obszönen Gartenzwergs herrührt, ein Highlight in seinem von der sich zyklisch wiederholenden Aufnahme von Leberkäsweckenmitsempf durchzogenen Alltag geschenkt.

  2. 2 johnny zweifel 24. Mai 2010 um 13:54 Uhr

    aber was ist mit dem kran?
    bin ich dumm?

  3. 3 Pöff 24. Mai 2010 um 15:52 Uhr

    nein bist du nicht…ich hab nicht alles erzählt,ein paar details bleiben in meinem nähkästchen

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