Blackout…

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Am liebsten den Verstand verlieren, jeden Tag ein bißchen mehr,
Tunnelblick, den Kater verschlafen, mit Freunden im bacchischen Strudel verschwinden,
auf Ewig im Meer aus Wein baden, das Lied finden, das immer gehört werden kann,
niemals ausgelutscht wird…

Stattdessen widerliches Alltagsnagen im Hinterkopf, ein Haufen Verpflchtungsmist,
der sich selbst vermehrt, überschwappt in´s Empfinden, infiltriert, widerlich vor sich hin gammelt, auf dass es aus sämtlichen Sinnesorganen nur so stinkend tropft, jeden Tag mit Menschen reden, die jeglichen Spaß zu blockieren wissen, Dinge tun, die notwendigen Übel, nur um nicht aufzufallen…

Langsam gewöhnen sich meine Augen wieder an das Normal, meine Ohren sind wieder empfänglich für Alltagsfragen, Zimmer saugen, Müll rausbringen, Kaffee trinken, über schlechte Witze lachen, Verstand aufklauben, Zehennägel schneiden…

Ich funktioniere wieder im Takt der Maschine, wache auf, wenn der Hahn kräht, nein, wenn der erste Lastwagen rollt, mein Zimmer zum Schwingen bringt, ich schwinge mit, tauche ein in den Alltag, lass mich von diesem sedieren, die Zeit vertreiben, in vermeintlicher Sicherheit wiegen, fühle mich wieder im Einklang mit der Uhr, ticke richtig, bis zum nächsten Absinken in die geistige Umnachtung, in´s Blackout…

The Kidnappers – Neon Signs

Rip Off, sorry… Obwohl der Sound vielleicht schon ein wenig überholt ist, stark an schwedische Vorbilder erinnert, gefällt mir der Sound des Hamburger (tatsächlich!) Trios außerordentlich gut. Hier wird grundsolider garagiger Pop-Punk abgeliefert. Und mann, die sind wirklich aus Hamburg, verdammt. Was das Mètiers betrifft, treten sie Bands, welche die selben Einflüsse ihr eigen nennen, einfach mal in den Staub (Boozed sind gemeint), wegen totaler Aalglattheit.
Und noch besser, jetzt bringen sie ihr zweites Album auf Alien Santch raus und gehen wohl hoffentlich bald auf Tour, vielleicht auch vor unsere Tür.

Eddy Current Suppression Ring – s/t

Vorneweg erst mal, was man der Band vorwerfen kann:

1. Der nölige Gesang polarisiert eindeutig
2. Die Titel sind sehr lange (dazu später)
3. Sie stehen mit einem Fuß im Indie-Grab

Alles Mist, ich mag diese Band nicht, isch libbe sie!! Tatsächlich fährt mir diese Band so unglaublich gut rein, dass es eine wahre Pracht ist. Die langen Titel erklären sich eindeutig durch den Spaß am Reinsteigern im Sogaufbau. Oft fangen sie langsam an, immer ein Quäntchen mehr scheint hinzuzukommen, bis z.B ein Synthesizer einsetzt und das Ganze mich in seinen Bann zieht und die Augen schließen lässt. Irgenwie stell ich mir ein wenig so eine verspieltere Form der Modern Lovers vor mit Hang zu Pstpunk im Stil der Wires oder The Fall und deren Songstrukturen vor. Muss mir wohl wirklich alles von denen kaufen, alles!!

High Tension Wires – Midnight Cashier

Schon gut, irgendwie…. Sticht aber irgendwie nicht wirklich aus dem Dirtnap-Programm heraus. Grundsolider Power-Pop ohne wirkliche Hits. Kann aber wunderbar am Stück durchgehört werden, tut niemandem weh und kann auch auf der nächsten Sause aufgelegt werden, ohne dass man uffe Fresse kriegt. Freudentränen bei den Tanzenden wird´s aber bestimmt auch nicht geben. Da freu ich mich doch mehr über 2 Zugpferde Dirtnaps, die ihr Stelldichein in Karlsruhe am Freitag geben (Mean Jeans + White Wires)… Freude!!

No Red Tape (Vol 1)

Querschnitt aus dem New Yorker Puta! – Records Programm…
Wer sich darüber ärgert, dass Crypt-Records in der Versenke verschwunden ist, hat hier einen fast würdigen Ersatz. Das Augenmerk liegt eindeutig auf Trash, nicht selten im Bluesgewand, aber auch im Stile der Oblivians und co. Mit den Rats, die auch einen Song beisteuerten, geht´s dann shon eher erfrischend zu… Einfach mal in den Katalog des Labels reinhören.
Alles ganz nett. Hervorzuheben sind z.B. auch die Back cc´s, welche sich ein wenig an Teengenerate und Guitar Wolf zu orientieren scheinen, krachend schnell ihr Garagenbrett einem um die Ohren hauen. Ziemlich symphatisch das ganze Völkchen.

The Kill-A-Watts – Circuit Breaker Love

Astrein, typischer Rip-Off-Sound, schnell rotzig, wechselnd male-female… Ausrasten…

The Barbacans – God Save The Fuzz

Schade, live konnten sie leider nicht so sehr überzeugen, die Aufnahmen gefallen aber durchweg auch wenn nicht wirklich Neues geboten wird. Sehr schön ist auf jeden Fall der Orgeleinsatz und nicht zu überdosiert. Desweiteren sorgt die Mundharmonika für Abwechslung…
Am 80er Garagepunk orientiert, eindeutig. Find ich gut.

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