Tourbericht #3

Der letzte Tag ist eigentlich relativ schnell abgehandelt:
Morgens gab’s ein richtig leckeres Frühstück, komische Fragen ob ich denn schon vollkommen in Deutschland assimiliert wäre oder in wie weit ich das „Ungarntum“ pflegen würde (?) und eine herzliche Verabschiedung von den 2 Bands aus Frankreich, die es etwas eiliger hatten als wir.
Wir machten uns einen weiteren herrlichen Tag am Strand mit Baden, tollkühnen Pyramiden Bauvorhaben und Katapult Actions, Langos fressen und Fußball im Sand. Ein klasse Tag!

Am späten Nachmittag ging’s dann auf nach Györ in den Red Rocket Club. Eine nette Lokalität, von der ne örtliche Hool-Truppe auch die ansäßigen Faschos (von denen es da wohl einige gibt) fernhalten konnte. Und nebendran … schon wieder ein Sexshop.
Nach nem kleinen Stadtrundgang im ganz hübschen Zentrum – bei dem mir doch einige Faschoaufkleber auffielen – war auch der Veranstalter da, der uns über die örtliche Szene aufklärte.
Das Catering, ein Topf Bohnen – war wirklich lecker :) – war schnell vertilgt und es ging an den Aufbau. Danach … warten! So wirklich viele Gäste kamen nicht. Vlt so knappe 20.
Einer davon, ein doch fülligerer Skinheadverschnitt mit nem Korea in der Hand, der den netten Tourfahrer von Sidetracked in einem Kauderwelsch aus ungarisch, englisch und deutsch damit volllaberte wie geil doch Wein, Ficken (dieses Worte kannte er so auf deutsch) und Fleisch seien.

Die ersten 2 Bands kamen gut an. Positive Mind machten nen besseren Sound als am Abend davor, an dem sie auch spielten. Minimalistisches, aber solides Hardcore Ding. Bei der 2. Band „Fuck like Bunnies“ wusste keiner von uns was ihn bei einer Band mit einem solchen Namen erwarten würde. Aber es war ziemlich cooler, ich sag mal, Skatepunk.
Danach, als letztes, Sidetracked. Wieder ein Knaller, auch wenn sich das Publikum nur schwer zum mitschunkeln animieren lies.
Aber der Abend wirkte sowieso etwas ruhiger als die davor.

Als dann alles wieder eingepackt war, machten wir uns auf den Weg um einen 24h Shop zu finden um den letzten gemeinsamen Abend noch ein wenig mit Alkohol zu bereichern. Leider hatten beide die es in der näheren Umgebung gab komischerweise zu.
Jedoch bot der kleine Extra-Stadtrundgang Gelegenheit sich künstlerisch an den verschiedenen Nazi-Schmierereien wie „Ian Stuat, unvergessen“ und vielen Weiteren, auszuleben. Auf jedenfall ein Highlight des Abends und scheinbar auch ein kleines Wunder dass wir solchen Gesellen nicht über den Weg gelaufen sind.

Zurück am Club trennen sich leider auch schon unsere Wege. Die Boyz dürfen weiterfahren um in einem Proberaum, irgendwo in nem Dorf zu übernachten, ich bekomme ein gemütliches Bett beim Mitbewohner eines alten Kollegen.

Eine in jedem Falle sehr schöne Zeit mit coolen Leuten, an die ich mich immer wieder gerne Erinnern werde!

Yours sincerely
The Captain

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