Atom Notes – Ganz schön gut!!

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Combat Rock (http://www.fireinsidemusic.com) aus Finnland scheint ein ganz schöner Garant für gute Musik und Menschen, mit denen man gerne rumhängt, zu sein…
Einer ihrer neuesten Releases ist „Spare Parts“ von den „Atom Notes“, welche aus Mitgliedern von Manifesto Jukebox und Endstand (irgendwie überbewertet, oder??) bestehen… Der Herr Neuromo hat mal gefragt, wieso Bands wie z.B. die Hot Snakes, die den „Atom Notes“ nicht unähnlich sind, szene-übergreifend symphatisch sind… Ich denke, dass man gute Musik, egal welchem Genre sie zuzuordnen sind, nicht totschweigen kann, bzw. manchmal ist es auch der melancholische Grundton, der vielleicht vielen reinläuft oder einfach das musikalische Raubrittertum im positiven Sinne… Das Beste der einzelnen Sparten wird gekrallt und der ungenießbare Rest (z.B. die R‘n'R-Proll-Attitüde) wird völlig zurecht einfach über Bord geworfen…
Also, bei Spare Parts hört man einfach raus, das hier Leutz mit völlig breit-gefächertem Interesse am Werk sind. Der Opener „Time is Ripe“ erinnert mich ein wenig an Phoenix Foundation, „Phantom Man“ kommt sehr schweden-rockig daher, „Infrared“ ist schlicht ein Hit!! und Spare Parts erinnert mich an einen NDW-Song, dessen Name mir nicht einfallen will… „Money well spent“ wartet mit Surf-Gitarren auf. Das klingt vielleicht nach einer Band, die noch nicht zu sich selbst gefunden hat aber die Mixtur ist völlig unaufdringlich und hangelt sich trotdem an einem roten, emotionalen Faden entlang. Alles in Allem ein Album, welches einfach nicht langweilig werden will und durchaus bei der nächsten Tanzsause laufen sollte. Schön schön!!
In/Out by Atom Notes

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3 Antworten auf „Atom Notes – Ganz schön gut!!“


  1. 1 neuromo 10. Dezember 2011 um 11:52 Uhr

    find ich gut! der vortragsmann hat gestern gesagt popmusik wurde da langweilig, wo sich musikrichtungen nicht mehr gehasst haben – der hatte einfach überhaupt keine ahnung. wer integre musik nicht erkennt, weil in wahrheit kaum hingehört wird, sondern gaffermäßig aufs nächste ereignis gehofft wird
    und wer andere menschen für den grad des eigenen unterhalten-seins verantwortlich macht, gehört mit dem klammerbeutel gepudert.

  2. 2 Pöbelmacker 12. Dezember 2011 um 13:15 Uhr

    weiß zwar nicht wie folgende Aussage gemeint ist: „und wer andere menschen für den grad des eigenen unterhalten-seins verantwortlich macht, gehört mit dem klammerbeutel gepudert.“ aber mir geht es persönlich beim gemeinsamen Anschauen von Konzerten, Filmen etc immer so, dass ich nicht nur meinen eigenen Maßstab auf das Gebotene anlege, sondern auch irgendwie durch die Augen der Leute um mich herum auf das Geschehen blicke, so kommt es auch mal vor, dass ich z.B. einen Film, den ich alleine sehr genießen konnte, auf einmal nicht mehr so toll finde, da die Leut um mich herum andere Ideen haben, wie das Gebotene zu sein hat. Das Positive daran ist, dass dadurch -wenn die „Problematiken“ auch durch die „Kulturschaffenden“ selbst auch- reflektiert werden, eine gewisse Dialektik entsteht und das Ganze permanent an sich selbst arbeitet… Stagantion ist der größte Feind!!!! Oft wird der Kontext, aus dem der „Schaffende“ heraus produziert, auch ausgeblendet… Wie man es dreht und wendet, am liebsten würde ich Konzerte nur für die Leute machen, die verstehen, was gerade auf der Bühne passiert und nicht darauf achten müssen, Leute zu „ziehen“, die damit vielleicht nichts anfangen können und das Alles manchmal einfach des „schnöden Mammons“ wegen… Womit wir wieder bei der „homogenen“ Szene wären, was ich auch verachte… Why can‘t it be all so simple??

  3. 3 neuromo 13. Dezember 2011 um 12:38 Uhr

    spukte mir nur schon ein par tage im kopf rum und ich habs hingeschrieben, ohne dass der zusammenhang zu deinem review jetzt besonders stark wäre: wollte nur meinem ärger über eine typische rezipientIn luft machen, die gerne mal dazu neigt aus purer bequemlichkeit nörgelich nach ‚neuem‘ zu schreien. die leute, die die vermeintlich unzureichende unterhaltung anböten seien schuld an ihrer langeweile wird dann oft gesgat. da reg ich mich dann immer auf: wenn halbwegs mündige personen andere dafür verantwortlich machen, wie gelangweilt oder unterhalten sie gerade sind, kanns mit der mündigkeit nicht besonders weit her sein. des weiteren geht im geschrei nach sensation die etwaige qualität des angebotenen unter. die frage ob gut oder schlecht lässt sich dann im getöse von neu oder alt kaum mehr beurteilen bzw. wird einfach nicht gestellt.

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