If you want to tell me that punk is dead, I‘m going to tell you that Techno never was (a)live…

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Beim Lesen des neuen „Trust“, schwankte ich zwischen Zustimmung, wenn z.B. von einer „Open Minded – Gesinnung“ gegenüber vielen Spielarten der Gitarrenmusik geredet wurde und einem zustimmendem Schmunzeln, da mir einfach mal aus der Seele geredet wurde… Dort stand zu lesen:
Ja, wie nennt man das, wenn Trinker sich im Straight Edge bestens auskennen und Edger im Saufpunk? Man nennt das Ganze eine verbindende open-minded Geisteshaltung. Damit meine ich nicht, wenn auf Antifa-Partys Lady Gaga und Rave läuft, denn das ist einfach scheiße, haha.“
Antifa-Partys in Ehren aber bei den 90ern hört mein Spaß auch auf (manch einer, der bereits in den 80ern aktiv Musik mitbekommen hat, würde sagen, dass der Spaß bereits schon mit dem Aufkommen der Disko-Musik und den Poppern aufhörte…) Na, ja sei’s drum, auf jeden Fall verursachen „Das Modul“, „Blümchen“, „Mark Oh“ und Konsorten bei mir mittlerweile eher Brechdurchfall als Lust auf Tanzen… Irgendwie erinnert mich das an Schülerbälle, meine blondgefärbte Nick-Carter-Frisur, Händchenhalten, erste Masturbationserfolge, Foto-Love-Storys und Pickel…
Und hey, es geht doch auch anders, wie z.B. auf dem Hardcore-Winterfest, als sogar die ein oder andere Kruste das Tanzbein zu frühem Soul schwang oder auf der Soli gegen Antiziganismus, wo es Skinhead-Reggae und Rocksteady auf die Ohren gab… So etwas sollte man etablieren und die 90er einfach mal mindestens für 50 Jahre in eine Truhe stecken und an einem Ort verbuddeln, wo sie so schnell niemand mehr findet… Das Zeug ist einfach so schlecht, dass es schon wieder schlecht ist…
Mit Punk ist es zwar oft auch nicht so weit her… „So lange die Kohle stimmt und die Mädels heiß sind“ steht vielen selbsternannten Punkrockern oft in’s Gesicht geschrieben und man tendiert schon in die Richtung zu sagen, dass Punk seine progressive Zeit hatte und heute so sehr im Mainstream angekommen ist, dass manche Protagonisten vielleicht die Antifa für einen Fair-Trade Kaffee halten und Politik sie nur dann tangiert, wenn ihre Lieblings-Tanne in ihrem Kaff umgemacht werden soll…
Na, ja, mit Musikern verhält es sich manchmal ähnlich wie mit Studenten. Beiden wird manchmal völlig zu Unrecht pauschal eine linke Geisteshaltung nachgesagt, obwohl das meistens einfach nicht haltbar ist…
Manchmal gerät man sogar an solche Idioten, dass einem das kalte Grausen kommen will.
Einen politischen Anspruch habe ich zwar meistens nicht an die Musik, die ich mir zu Gemüte führe, aber wenn die Menschen dahinter ein Gespür für politische Themen haben, begrüße ich das auch. Musik soll schließlich in erster Linie Spaß machen und mit der politischen Auseinandersetzung verbinde ich nicht gerade Spaß, sondern eher ein notweniges Übel, da es immer noch so viele Deppen gibt, sei es in politischen Ämtern oder einfach im Alltag…
Zurück zum Spaß: Heute morgen unsinnig auf Facebook gesurft, mir Statusmeldungen zombiehaft, abwesend reingezogen und tatsächlich mal eine Entdeckung gemacht, die mir gefällt. Es handelt sich um „The Consumers“ , eine Spät-Siebziger Punkrockband aus Phoenix, später Florida… Musik, wie sie mir gefällt, in bester Reatards oder Killed-By-Death-Manier, schnell, ratzig und einfach mal mitten in die Fresse!! „All my friends are dead“ heißt dieses kleine Juwel und ist wieder erhältlich über In The Red (wenn man mehr über diese Band wissen will, lohnt es sich auch, die Seite zu besuchen: http://www.intheredrecords.com/pages/consumers.html) Leider das einzige Album dieser Band, die so nur ein Jahr lang existierte… Aber super allemal!!

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2 Antworten auf „If you want to tell me that punk is dead, I‘m going to tell you that Techno never was (a)live…“


  1. 1 Cpt. Schmock 18. Dezember 2011 um 17:28 Uhr

    Sau gut!

    BTW: Punk IST tot!

  2. 2 Prinzessin Hartz 19. Dezember 2011 um 9:45 Uhr

    pöbelhaft guter beitrag!

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