Cpt.’s Logbuch #4

Dieses Mal wird’s noch szeniger!
Der Freitag Abend war noch nicht Mal der Zenit der Woche, aber schon ein verdammt cooler Abend.

Nachdem ich den letzten Tag ohne zu zahlen im Hostel verbrachte bzw. zeitweise gezwungen war Drinnen zu bleiben weil es draußen einen wahren Wolkenbruch zu beobachten gab, konnte ich mich nicht mit David von Brutal Assault und den (Ex-)Uzbeks treffen um lecker Hummus essen zu gehen. Arrrrrrrrrrrrrg!

Dennoch hatten wir uns gegen Abend dann getroffen um gemeinsam zu einem Konzert zu gehen.
Bald ging’s auch weiter zu Itai von Brutal Assault und den Sweatshop Boys (find den Namen immer noch gandios!) der mich am Abend zuvor (im Suff) zu sich einlud.

Da hieß es erst mal Alltag raus – Video rein. Wer auf atmosphärische Filme steht sollte sich echt mal „Driver“ anschaun! Dazu ein akustisches Knusperkonzert mit Sonnenblumenkernen. Da wundert’s mich nicht dass sich die Leute hier drueber beschweren dass man nen Kinobesuch nicht geniessen kann.

Dann endlich – Aufbruch ins Rogatka!
Rogatka

Ein wirklich cooler Laden. Anfang der Woche hatte ich ihn schonmal aufgesucht, da es hieß Montag und Dienstag Abend gäbe es veganen Fraß und dazu noch Rahmenprogramm. Doch hatte ich das mit dem „Abends“ erst im nachhinein gecheckt und war leider Mittag vor verschlossenen Türen da.

Das Rogatka ist ein Laden, teils veganes „Restaurant“ oder sagen wir Imbiss, mal Konzert Location. Am Laufen gehalten wird das Ganze wohl von einem anarchistischen Kollektiv.
Es gibt neben dem Konzertsaal eine Werkstatt für Siebdruck und anderes, einen kleinen Infoladen und ne kleine Merch Ecke.


Auch an diesem Abend gab es leckere Sandwiches mit, ich glaube es war, paniertem Seitan.
Auch das Bier dort war mit 10-15 Schekel, was ca. 2-3 Euro sind, fuer Tel Aviver Verhaeltnisse recht billig (wenn man dabei bedenkt dass Bier schon im Laden 10 Schekel kostet!). Aber Bier in Israel wär glaub ich nochmal einen extra Artikel wert.

Wie auch immer … Konzert beginnt. Erste Band: keine Ahnung wie die hießen. War irgendwas auf hebräisch was sich kaum jemand merken kann. War auch nicht so mega überragend, aber ganz netter moshiger Sound.

Die 2. Band war Königstein Youth aus St. Etienne. Dies war schon ihr 2. Konzert in Tel Aviv und eigentlich wollte ich sie am Abend als Not on Tour mit ihnen gespielt haben schon sehen.

Schnell kam man ins Gespräch und so erzählten sie mir dass sie am selben Tag bereits ne Runde Wasserwerfer inklusive CS-Gas bei ner Demo gegen die Mauer abbekommen haben.
Die Politthematik blieb auch bei den Buehnenansagen präsent und spätestens als das Publikum auf die mehrmalige Vorgabe „Sarkozy“ mit „Fuck you“ antwortete, war die Verbindung zum Publikum perfekt.
Musikalisch war richtig wütender schneller HC-Punk angesagt der zu ueberzeugen wusste.

Jedoch war spätestens bei der letzten Band Abriss-Stimmung angesagt! Mondo Gecko sind nicht nur in Israel bekannt und beliebt. Geile Trashcore Scheisse!
Die Leute im Saal gingen hart steil!

Nach dem Konzert ging ich raus zu den Anderen und als wär mensch nicht weit genug von Zuhause weg, hör ich Leute auf deutsch reden. Mit den standardisierten „Was machst/macht du/ihr hier?“ Fragen war auch schnell der Kontakt zu den Genossen aus den östlichen Gefilden des Herrschaftsbereichs Schland hergestellt.

Der Abend endete zusammen mit einer großen Meute aus Punkrockern aus Israel, Schland und Frankreich bei viel leckerem Essen (Hummus natürlich), Arak-Cocktails (lokaler Schnaps) und Gesprächen von Politik bis witzigen Sprach-misch-masch Wortneuschoepfungen.

Nice!

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1 Antwort auf „Cpt.’s Logbuch #4“


  1. 1 neuromo 15. März 2012 um 10:03 Uhr

    mhm, knusperkonzert!

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