Lächeln ohne Szene

New Swears – Funny isn‘t real LP (Bachelor / Bruised Tongue / Dirt Cult)

Macht Spaß. Leichtfüßiger RnR. Der perfekte Einstieg in meinen Urlaub und die ersten sonnigen Tage.
Man möchte am liebsten mit selig sediertem Grinsen, etwas Speichel an der Backe, dazu wippen – vor und zurück, nach links und dann nach rechts. Die thematische Stumpfheit wird immer wieder durch schönste Melodien aufgebrochen und sollte auch den technischsten Techniker unter euch zufrieden stellen. Alles wirkt angenehm dilettantisch -ohne es zu sein. Gute Scheibe, würde mich interessieren, wie das live so klingt…

Pow! – HiTech Boom LP (Castle Face Records)

Schönes Konzert war das im Komma und -obwohl ein Mittwoch- waren sogar Menschen auf der Show. Auch mal wieder Mosquito Ego gesehen zu haben, war ein Spaß. Noise Punk mit 2 Synthesizern, angenhem unverkrampften Menschen und ja, ner Menge Krach.
Pow!, welche schon mit „Hanging Out At Home“ einen weiteren Soundtrack zu meinem Urlaub liefern, hatten eine nicht unähnliche Besetzung. 2 Synthis, Gitarre und Schlagzeug. Zwischen sperrig, lautem No-Wave, eingängigen Wave-Nummern und ratzigem Lo-Fi. Teils tanzbar, teils zerrüttend – immer jedoch mit der schrammelnden Gitarre und ätherischen Klangwaben. Schöner Abend, tolle Bands.

Sapin – Wrong Way LP (Azbin Records)

Bereits mit ihrer Single „Back to the beach“ haben sie mir außerordentliches Vergnügen bereitet.
Ihre -nun erschienene- LP schlägt jedoch etwas ruhigere, entspanntere Töne an, pendelt eher zwischen (fast schon) azbin-typischem garaschigem Folk und etwas Surf. Auch hier wird Pop eher groß geschrieben, nichts stößt wirklich bitter auf, läuft eher süß wie Honig in’s Ohr… Schöne Scheibe.

Quantic – The 5th Exotic LP (Tru Thoughts)

Will Holland, alias Quantic, war schon immer einer der Produzenten, welcher angenehm aus dieser überaus platten Ibiza-Lounge-Chillout-Scheiße herausstach und eher den Sound für zugenebelte Keller lieferte. Der Multi-Instrumentalist (fast alle Samples selbst eingespielt) schafft es auf unpeinliche Art und Weise ein mannigfaltiges Spektrum von Insrumenten in seine Songs zu verpacken ohne dabei Gefahr zu laufen, im Weltmusik-Moloch zu verenden. Alles bleibt, auch dank der old-schooligen Beats, sehr deep und mit beiden Füßen auf der Straße. „Time is the enemy“ ist zwar der „totgehörteste“ Klassiker, ist aber gleichzeitig immer noch eine musikgewordene Umarmung in schlechten Zeiten.

Digital Leather – The Assault 7″ (Red Lounge Records)

Shit! Fuck! So viel Psychopathie in einem einzigen Song. Das erste Mal -nicht ganz so nüchtern- hat mich der Song schlicht aus meinen Schuhen katapultiert. Meine Gänsehaut ließ mich fast dem Hellraiser gleichen. Ein vertontes Massaker. Passend auch das Artwork… Hammer!

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