Dein weißes Rauschen…

Da liegt sie, eingehüllt in glänzendes Plastik, meine Form der Kommunikation, (m)eine Möglichkeit, den Menschen zu zeigen, worauf ich sie reduziere, die Möglichkeit ihnen klar zu machen, dass ich Bescheid weiß, ihr Innerstes bis ins Kleinste ausgeleuchtet habe.
Ja, das ist eine schöne Mitteilung, welche nur noch strategisch drapiert sein will. Hi Hi – nicht danach zu greifen wäre dumm.
Liebe und Hass haben ihren Ursprung in der selben Hirnregion. Ich bevorzuge den Hass, das weitaus einfachere und befriedigendere Gefühl.
Die Botschaft ist das Ziel, nein, eigentlich die langsame Infiltrierung des Nervensystems, die Zerstückelung des Geistes meines Gegenübers.
Mein Umfeld und sein Regelwerk erlauben mir keine direkte gewalttätige Sprache. Aber mal ehrlich, wer brauch die schon?
Dem langsamen Verfall beizuwohnen ist so wunderbar. Lieber sehe ich, wie alles um mich herum im Chaos versinkt, jede(r) sich selbst am Nächsten ist, aus der Defensive kopflos in alle Richtungen feuert.
Lächelnd schaue ich zu, wie die Zerwürfnisse die Menschen zerrütten, jede(r) gegen jede(n) kämpft, lege ihnen Waffen in die Hände, schüre den Hass, mache meine Einsamkeit zu ihrer, lasse sie die Kälte spüren.
Eine der subtilsten Formen der Folter ist der stete Tropfen auf die Stirn – keine erkennbaren Spuren, nur eine Diagnose.
Ich bin dieser Tropfen, welcher direkt in deine Nervenbahnen dringt, der Pilzbefall, der deine Organe verdorren lässt.
Ich bin Viele, ich bin das Chaos, Ich entzweie, was schon alleine ist.
Ich bin das Beil.


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