Mein weißes Rauschen…


Weiß ist ok. Bedeckt den ganzen Mist am Straßenrand und auf den Gehwegen, all die Marlboro-, Pizza- und Eisteeschachteln.
Schnee und Matsch ist unschuldig, willkürlich.
Nur die Spuren darin lassen Geschichten erahnen, spiegeln Einsamkeit, Zweisamkeit oder die Verirrung eines Tieres in die Zivilisation.
Alles scheint so weit so gut, wäre da nicht mein Synapsengewimmel, das sich seine Drehbücher bereitwillig sucht, detektivisch über alles schweift, scant.
Ständig auf der Suche nach Botschaften, doppelten Böden, einem Zusammenhang, einer Erklärung, was das alles soll.
Wände Böden, Busse, Aufgeschnapptes, Ungefiltertes sind das Papier auf dem meine Geschichte geschrieben wird, mein Innerstes sich ausbreitet.
Kaum gedacht, weit unten, versteckt hinter 20 Türen, abgeschlossen mit 20 Schlüsseln, findet sich doch immer eine Entsprechung in meiner Gegenwart, lässt mich schaudern. Unnötig scheint es zu sprechen. In meinem Kopf eine Funkstation, die Welt ein einziger großer Empfänger und Sender zugleich. Gefangen im Spiegelkabinett, verflucht zur ewigen Selbstreflektion.


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