reviews


weezer – everything will be alright in the and
(2014, republic records, cass via burger records !!)

angefangen beim putzigen cover bis zum epischen rock-opera-cheap-trickish outro song ist hier alles
richtig gemacht worden. hit an hit, wirklich abwechslungsreich, bisweilen recht raffiniert und sehr ehrlich wirkend
betextet. produziert von ric ocasek (ja ganau, der ric ocasek von den cars!), wie auch schon beim blauen und grünen album.
rivers cuomo zeigt sich als außerordentlich guter sänger. die gitarrenarbeit sprüht vor liebe.
für mich ist das ganz eindeutig das beste seit dem blauen album: detailverliebter nerdrock mit super sound. jeder song ist
eigenständig, glaubwürdig, irgendwie verletzlich und sympathisch. weezer gehört mit ihrem zweitbesten album ganz weit oben auf meine liste
us-amerikanischer lieblings kulturgüter.

she past away ‎– belirdi gece
(2012, fabrika records)
diese türkische (dark)wave band hätte ich ohne plasticbomb-ronjas 2014 bestenliste nie entdeckt – danke dafür!
rührend schöne pop-stücke mit sehr, sehr tiefem gesang. ich bin ganz ergriffen.
die türkische sprache kenne ich in rockmusik, die mich interessiert bisher überhaupt nicht und auf mein ohr wirkt
dieser faktor ziemlich distinguierend. wer sich nach schummrigem goth-pop sehnt, tiefe stimmen, rundes songwriting und
saubere produktionen bevorzugt, dem seien she past away schwärzestens empfohlen.

total control – typical system
(2014, iron lung records)
großartig. ich kann mir keinen popmusik interessierten menschen vorstellen, der über dieses album nicht mindestens begeistert ist.

casanovas in heat ‎– Belvidere / Destiny St.
(2014, katorga works)
besonders die b-seite ist ein pop-punk song der von solch einer mitreißenden, teenage-boyhood melancho-power ist, dass es mir schier
die jeans zerfetzt. exploding hearts in fetter, green day im besten sinne. ich danke der postmoderne, dass es emo in diesem gewand gibt.

future islands – singles
(2014, 4ad)
brillante popmusik. eher unkompliziertes songwriting aber schlicht genial. tasten, bass und vocals spielen hier die hauptrollen. ganz besonders
die stimme von samuel t. herring führt mit großer virtuosität durch die songs.
die band erzeugt eine eigene stimmung mit hohem wiedererkennungswert. radio-pop, wie er statt wertlosen müll gespielt werden sollte.
außerdem finde ich, dass hier eine der besten je gemachten j-bass aufnahmen gelungen ist – besonders was sound, aber auch was arrangement anlangt.
versierter profi-pop mit spezial-kante. bestes kunsthandwerk,
dass sicherlich auch noch in einigen jahrzehnten in hitzigen gesprächen am plattenladentresen als beispiel herhält.

king tuff – black moon spell
(2014, sub pop)
nadel drauf und ich denke soffort an t.rex. macht er das mit absicht? die stimme klingt zu beginn dermaßen nach marc bolan zu
electric warrior zeiten! überhaupt überzeugt mich king tuff seit er bei sub pop ist: wer die letzte platte mochte, sollte die black moon spell
unbedingt hören. ein arm voll abwechslungsreicher idioten-glam-party-fluffi-fluffi-rock nummern, viel retro, viel spaß, so wenig hirn wie geht.
der sound passt wie der arsch auf den eimer und wie bei der letzten durfte herr tuff sich eine bestimmt ziemlich teure pappe ums vinyl wünschen.
spitzen scheibe.

california x – nights in the dark
(2015, don giovanni)
von allen besprochenen habe ich diese ganz besonders ins herz geschlossen: schon allein das bandfoto hier haut mich völlig um.california x
schaut euch die dudes an! was für duuudes! ich will sofort mit denen rumhängen.
zur platte: ich würde sagen das ist alternative rock. der begriff klingt vielleicht erstmal scheiße,
die musik gelingt aber auf die bestmögliche weise, wie ich finde.
fantastischer gesang, komplett integre riff-verliebtheit und ein gefühl für dynamik und style, dass ich so bisher noch nicht
gehört habe. rock-songwriting at its best mit einer ungewohnten geheimwaffe: geduld! alles bekommt seine zeit, nichts hastet, beim artwork
muss ich an manilla road denken. ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass ich diese platte liebe.

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