Und wenn ihr das nächste mal unsere Umlaufbahn kreuzt, nehmt ihr mich mit, ja??

The Liminanas – I‘m dead 7″ (Hozac)

Das Pärchen Lionel und Marie sind die Köpfe hinter dieser Band, die in Perpignan, nahe der spanischen Grenze, beheimatet ist, wo sie auch sämtliche Songs im -zuhause eingerichteten- Studio aufnehmen.
Marie jobt so ein bißchen rum, Lionel verdient sich seine Brötchen durch Aufnahmen in dem Studio und kümmert sich um das gemeinsame Kind.
Serge Gainsbourg lassen sie gerade noch als Einfluss gelten, Ye-Ye lässt sie im Bogen kotzen, ansonsten köcheln sie ganz gerne ihre eigene Suppe, hängen rum, schauen Filme, hören sich durch obskure 60s Platten und produzieren halt mal nebenher wunderschöne Musik.
Ihr halbes Leben lang spielen sie schon in gemeinsamen Bands, nehmen auf Tour schon auch mal ein (gefühlt) halbes Orchester mit.
Mit dieser ersten Single landeten sie sofort bei Hozac, ihre LPs gelten fast schon als Zugpferde des Trouble In Mind Katalogs.
Lass ich mir das alles nochmal durch den Kopf gehen und schau mir dazu Bilder der beiden an, will das auf mich wirken, als wären sie die Blaupause zu den Charakteren von „Only Lovers Left Alive“. Ein morbid, entrücktes Paar, das entsprechend genau solche Musik produziert…


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Sex Church – Growing Over (Load)

Haben sich vor ziemlich genau einem Jahr aufgelöst.
Gerne werden sie mal in die Death-Rock-Ecke gesteckt – in Ermangelung anderer guter Bezeichnungen. Im Interview mit Terminal Boredom konnten sie sich noch am ehesten mit dem Begriff Dark-Psych anfreunden, was man aber auch schnell wieder vergessen will, obwohl man ihnen einen solchen Einfluss nicht ganz abschreiben kann. Aus allen Ecken und Enden scheppert’s und kratzt’s auf diesem Album aber gleichzeitig wurde höchsten Wert auf Songwriting gelegt, das fern dann doch an MX-80 Sound oder auch Total Control erinnert.
Zwei Lps, eine Ep und zwei Singles sind ihr Nachlass, live müssen sie aufgrund Lautstärke und Druck unschlagbar gewesen sein, was sie dann wahrscheinlich auch mit dieser LP in die Hände eines Noiserock-Labels trieb. Was aber ist das jetzt so? Ich weiß es nicht. Nur eins ist sicher, ihre Stücke sind durch die Bank dermaßen mit Melancholie und aufbrausender Hoffnungslosigkeit gesättigt, dass mir schwarz werden will vor Augen. Am Besten aber beschreiben sie die Musik noch selbst im Interview, das darüberhinaus ein generell recht symphatisches Bild der Band zeichnet:

„TB: What concepts are Sex Church songs about lyrically and thematically? Im interested in knowing more about „209″ in particular…
LEVON: „209″ is basically a metaphor for an apartment number as a mental trap. Being stuck in a shitty room/life and knowing that it’s the end of the line. Hopelessness.
I guess alot of our songs revolve around the same axis of depression, anxiety and frustration, peppered with the odd hopeful, or romantic idea. I hate talking about our lyrics, even with the other members of the band. Although I am a happily married man, I mostly still write about broken relationships, dreading the reality of life, eternally fucking up, boredom and isolation.“


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Le Face – Isolation (Dead Beat)

Staubte lange in meinem Regal vor sich hin.
Völlig zu Unrecht. Songs über manische Depressionen, Serienkiller, Salvador Dali und anderes wichtiges Zeug. Lo-Fi Noise Crap, der sich sehr gut auf einer KBD-Compilation machen würde, teilweise an eine geisteskranke Version der Bikes erinnert.
Ihre Konzerte entsprechend oft eine unangenehme Angelegenheit, die gerne auch mal in einem Feuerwehreinsatz endet.


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Wenn’s um neue Releases geht haben mich Wymns Prysn mit „Head in a vise“ neben der neuen Predator LP am meisten beeindruckt. Hier mit kostenlosem Download:

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