Tonträger mit Musik drauf


Vivian Girls – I can‘t stay/Blind Spot 7″ (In The Red)

Wenige Bands bekamen während ihres Bestehens wahrscheinlich gleichzeitig so viele gute Resonanzen, wie auch Scheiße zu fressen. Als Band, die zwischen den Stühlen Pop und Punk Platz nehmen wollte, zogen sie sich erstmal den Zorn der Puristen zu – ganz klar.
Als jedoch der Hype um die Gruppe größer wurde, explodierte die Antipathie förmlich, gipfelte in Drohmails und dergleichen mehr, nicht selten verbunden mit einer Reduzierung auf das Geschlecht der Band-Mitglieder.
Fiona Campbell, welche 1 Jahr Schlagzeug bei den Vivian Girls spielte und das Label M‘Lady’s mitbetreibt, meinte im Interview dazu: „The amount of sexual violent threats this band got, will never be truly known or understood by anyone else. It would have been to much for some people.“ Soviel zur traurigen Seite der 7jährigen Aktivität der Band…
3LPs und 7 Singles hinterlassen sie der Nachwelt und ich denke ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass sie mit dem was sie machten und wie sie es machten ähnlich maßgebend waren wie die Black Lips, zumal sie als Blaupause für andere Bands dienten und Genre wie Noise- oder Dreampop wieder auf der Landkarte erscheinen ließen. Nie gingen sie an ihre -von schrammelndem Gitarrenspiel und wundervollem Gesang durchzogenen Platten- mit der Intention heran, im Pop-Olymp ein feines Zuhause zu finden. Im Gegenteil, ihre Ziele waren „bescheidener“, sie wollten gute Reviews, sowohl von Pitchfork als auch MRR. Ich glaube, beides ist ihnen gelungen. Zu Recht! Das Artwork zu dieser Single dürfte aus der Feder Cassie Ramones, der Sängerin und Gitarristin, stammen.

Really loud hamburgers – Doods who like foods 7″ (Florida’s Dying)

Zwar kann ich mich durchaus auch dem exklusiven Zirkel zugehörig fühlen, dessen Maxime es ist, sich fast ausschließlich von Burgern, Pizzen und sonstigen Leckereien zu ernähren, trotzdem fängt diese Thematik an mich zu langweilen: Burger Records, Personnal & The Pizzas, The Pizzaz, Quattro Stagioni, Double Cheese… Mit ein bißchen Ambition und Kohle könnte man ein Line-Up zusammenstellen, das jede Imbiss-Speisekarte vor Neid erblassen lassen würde. Dazu ne Coke Bust bitte.
Nein, ganz im Ernst, ein bißchen musste ich bei dem Namen dann doch schmunzeln.
Name und Artwork sind Programm, lassen erahnen, in welch schwindel erregend philosophische Höhen sich dieses Vögelchen schwingt…
Rip Off Records und The Real Losers schienen hier gleichermaßen Pate gestanden zu haben. Der Verstand tief in der Bong-Suppe versenkt. Das Resultat kann sich jedoch durchaus hören lassen. Garagepunk, bei dem Punk großgeschrieben wird, was auch immer das jetzt schon wieder heißen mag.


Wild Moth – Over Again (Asian Man Records)

Wurde zwar schon mal besprochen, aber ich kann eigentlich nur nochmal unterstreichen, was Neuromo bereits geschrieben hat. Sehr schöne , ausgezeichnet produzierte Rockmusik, die man einfach mögen muss. Würde ich zu gerne mal live sehen.

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