So Koinzidenzen halt…

His Electro Blue Voice – Ruthless Sperm LP (SubPop)

Ok, der Albumname mag etwas seltsam sein, aber hinter diesem und dem abschreckenden, fast schon ekligen Äußeren der Platte, das irgendwie aus der tiefsten Ecke eines Alptraumes entsprungen sein könnte, versteckt sich feine, progressive Musik, die nirgend so richtig reinpassen will. Auch ist dieses Album bestimmt keines, das man zum Kaffeekränzchen auflegt, eher Musik, die man sich reinzieht, nachdem man die Rolläden runtergelassen hat und die Nachbarn ausgeflogen wähnt…Ganz bestimmt hinterlässt die Scheibe einen auch nicht mit einem wohligen Gefühl in der Plauze. Im Gegenteil, ahnlich wie Sex Church verbindet dieses Trio aus Italien dunkelste Psychedelic Momente mit Postpunk und Shoegaze Einschüben. Aber selbst diese Aufdröselung in Genre scheint dieser Band nicht ganz gerecht zu werden. Dieses Album ist ein schwarzes Loch, das einen aufsaugt, durchschleudert und verstört dreinblickend irgendwo in unbekannteren Gefühlsregionen wieder ausspuckt. So gesehen ist das Artwork dann doch eine recht gute Entsprechung der Musik. Klingt wie ein schief gelaufener Acid-Trip. Releases hatten sie unter anderem auf Bat Shit, Sol Re Sol, Sacred Bones und Avant! (Andrea Napoli, der Gründer des Labels spielte anfangs Bass bei HEBV).

Komplikations – Poverty LP (Rockstar Records)

Zweiter von drei Releases dieser Band, welche zu Teilen aus Deutschland, zu Teilen aus Belgien kommt. Das kann man definitiv raushören, sprich der Vergleich zu ihren befreundeten Bands, Frustration und Le Prince Harry, ist -auch aufgrund personeller Überschneidungen- nicht sonderlich weit hergeholt.
Eigentlich aber auch völlig egal. Wer eben genannten Bands etwas abgewinnen kann, darf hier ungeniert zugreifen. Synth-Lastiger Postpunk, der bestens nach vorne geht. Mit kostenlosem Download auf Bandcamp.

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1 Antwort auf „So Koinzidenzen halt…“


  1. 1 neuromo 11. Juli 2015 um 19:38 Uhr

    his electro blue voice – hammer!

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