Der ganze Weg eine Kastanienallee


Movie Star Junkies – Son Of The Dust LP (Wild Honey)

Ein fast schon klassisches Voodoo-Rhythm Album… Fast!
Brauchte ne ganze Weile, um zu solcherlei wieder einen Zugang zu finden, da Musik derart eben durch das Label einen ennormen Schub erhielt, fast schon zu omnipräsent war.
Weiß auch nicht genau, woran es liegt, aber im Moment will mir die Musik ungemein gut reinlaufen. Weiß nicht, ob es daher kommt, dass meine Wahrnehmung gerade auf Sparflamme läuft, zäh ist wie der gelbe Schleim, den ich literweiße aus meinen Nebenhöhlen befördere. Ach, der Frühling ist einfach wunderbar.
Aber zurück, klasse New-Orleans-Begräbnis-Musik, erinnert da und dort schon auch mal an die Compulsive Gamblers. Schön düsteres Zeugs, das sich gleichermaßen bei Country und Mardi Gras bedient… Neben Wild Honey und Voodoo Rhythm hatten sie Releases auf Avant und eine Split mit The Feeling Of Love… Gefällt sehr gut.

Tools You can Trust – Working and Shopping LP (Burka for Everybody)

Mächtig sperriger früh 80er Postpunk… Minimalste Instrumentierung, kryptsich hervorgebellte Lyrics, voll verdreht und sau gut… Wer nur im entferntesten etwas mit Suicide oder frühem New Yorker NoWave anzufangen weiß, wird auch hier hellauf begeistert sein.
Hier als Compilation, welche auch die Peel-Sessions enthält.
Mit zu krassem arty-farty Kram kann man mich schnell mal vergraulen, aber dieses Album hat mich doch bei der Stange gehalten. Auch gab es in den 80ern wohl mehr als genug zugekokste Kunststudenten, die auf Blechkübeln trommelten, verliebt waren in industrielle Geräuschkulissen, aber bei Tools You Can Trust wird der schmale Grat ziemlich gut gemeistert und das Abdriften in die künstlerische Belanglosigkeit gut umgangen. Macht Spaß!!

The Lyres – Don‘t give it up now / How do you know 7″ (Dirty Water)

Was ein tolles Geschenk… So lange war ich auf der Suche nach diesem Song, konnte ihn ums Verrecken nicht in den Niederungen des Netzes finden, weil dumm, obwohl mir die Band schon ein Begriff war. Irgendwie wollten die beiden Informationen in meinem Hirn nicht zueinander finden. Die Lyres gehörten zur zweiten Welle des Garage-Punk, waren Ende der 70er aktiv, was auch den etwas cleaneren, besser produzierten Sound erklärt. Auch war mir nicht bewusst, dass diese Band sozusagen die Nachfolge zu DMZ (demilitarized zone btw.) darstellte.
Aber alles so egal!! Dreh den Bass bis zm Anschlag auf und lass dich von diesem Mega-Song wegwabern.

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