Genießen sie in entspannter Atmosphäre eine Gemeinschaft in der das „WIR“ noch großgeschrieben wird



warum so unzufrieden? Manch einer würde bestimmt gerne das Leben mit mir tauschen, sicherlich.
Auch gibt es viel Anderes, das einem an die Nieren gehen könnte oder sollte, tatsächlich, ja…
Woher also die Unzufriedenheit, die chronische Melancholie, das Gefühl, dass noch etwas mehr schief läuft, als das, was einem die Nachrichten um die Ohren hauen? Erst heute las ich wieder im lokalen Käseblatt: „Die islamkritische Partei AfD“. Klar, „kritisch“, herzlich willkommen in den Niederungen der deutschen Sprache. K-R-I-T-I-S-C-H, waaaahhhh…
Lässt mich kotzen, immer wieder auf’s Neue.
Aber was mich noch mehr beschäftigt, lähmt, machmal tagelang, ist etwas anderes, etwas in mir, das mich hindert das Leben in vollen Zügen genießen zu können, dem ganzen Spuk doch noch etwas Positives abzugewinnen. Ich seh mich nicht als Nonkonformist, bestimmt nicht, aber irgendetwas hindert mich tagtäglich daran, mich für Dinge begeistern zu können. Gerne würde ich sagen, es sind die anderen, die sich mit diesen Dingen beschäftigen und es mir vermießen, aufgehen in ihren herbeihalluzinierten Gruppenkonstrukten und Identifikations-Merkmalen…
Es ödet mich wirklich ein bißchen an, dass Leute wie Litfasssäulen ihrer eigenen Wunschwelt herumlaufen, sich unbedingt mit irgendetwas indentifizieren und das bei jeder Gelegenheit jedem auf’s Brot schmieren müssen. Ich bin dies, ich bin das, gehör zu jenen oder zu den anderen… Was ist daran so dolle, sich mit Anderen zu teilen? Ist es vielleicht die Sehnsucht nach dem trauten Heim, nach einer Heimat und wenn sie nur in dem, was man auf dem Leib trägt, zu finden ist?
Irgendwo und -wann hab ich mal gehört, die Leute vereinsamen zusehends (vor Allem vor dem Computer -haha) und es sollten doch Strukturen geschaffen werden, um die Leute wieder einzubinden in die Gesellschaft. Aber nichts anderes passiert doch im Übermaß, ständig…
Kann es das sein, was mich so erdrückt? Ist es das wirklich? Dass man zwischen den Stühlen auf den Arsch fällt, ist ja nix Neues… Nein, das bedrückt mich nicht mehr, darüber bin ich fast hinaus. Was aber?? Es ist das Alleine-Sein, ja vielleicht… Auf sich selbst reduziert zu sein und das in den meisten Lebenslagen, das Gefühl weder nach Vorne noch nach Hinten zu können.
Stillstand, Stagnation… Der Verdacht, dass die Dinge sich wiederholen, zur gleichen Zeit am selben Ort und die Unfähigkeit, alleine aus der Misere ausbrechen zu können.
„Schreib doch mal was Lustiges, so mit viel Ironie, Humor und tollen Spitzen“. Würde ich gerne, mach ich auch manchmal, aber selbst mein Humor ist so schwarzgallig geworden, dass er nur an wenigen Stellen aubrechen kann und sollte…
Die Menschen machen es sich immer enorm einfach. Es scheint konsens zu sein, dass ein Mensch immer das empfangen sollte, was er ausstrahlt… Was aber, wenn da nicht viel Positives ist, um ausgestrahlt zu werden. Pech!!! Viel Glück im nächsten Leben du weinerlicher Trottel… Echte Männer brauch das Land, gefestigte, emotional und körperlich, mit beiden Beinen im Leben, sich selbst und ihrer Umwelt sicher… Sorry Leut, aber ich erkenn da wenig Unterschiede in dieser Denke zwischen dem linken und dem bürgerlichen Umfeld. Die einen sind sich vielleicht einfach nur bewusst, dass sie eigentlich auf den gleichen Scheiß stehen wie alle anderen auch, leben tuns beide…
Aber ob es das wirklich ist, was mich so unzufrieden sein lässt, mich auf „hohem Niveau“ jammern lässt, weiß ich auch nicht. Mittlerweile komme ich an den Punkt, wo ich sage: „Hey nicht die Gesellschaft ist es, sondern ich, der nicht so wirklich funktionieren will“… Vielleicht sollte ich mich einfach nachjustieren, die Schraube wieder festziehen lassen, meine Pillen fressen und glücklich sein, grinsen, um nicht aufzufallen..
Wo ist sie, die Freiheit und das Leben? Ich find sie nicht, nur einen immer größer werdenden Berg an Dingen, für die ich mich nicht begeistern kann und will. Musik und Drogen helfen, dem Mist zu entkommen und wenns nur für die Dauer eines Konzertes oder eines Rausches ist, aber dann spüre ich vielleicht ansatzweiße das, was anderen täglich wiederfährt – ein Aufgehen in einem Ganzen, eine Hingabe.
Die Möglichkeit, für kurze Zeit den -sich selbst zermarternden Verstand- zu verlieren.
Fast schon beneidenswert sind die Trottel in ihrem religiösen Eifer, wie selig sabbernd sie ihre Gemeinschaft feiern…
Aber ist es das?? Ist es wirklich eine Form der modernen Einsamkeit, das Generation-X Phänomen? Das seichte Dümpeln bis zum Ende, wo man sich dann fragt: Hä, was hab ich die ganze Zeit eigentlich so getrieben? War ich wirklich Bestandteil der Menschheit oder doch nur eine geisterhafte Escheinung im Traum einer Schildkröte??
Fick dich Pöbelmacker, friss deine Pille, leg dich schlafen und genieße es… Morgen ist ein neuer Tag, den du mit einem fetten Grinsen in dem Spiegel beginnen solltest. Dann klappt `s auch mit den Nachbarn…

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