Mit Henry Miller ist der Tag im Arsch


Wenn man immer wieder seine Impulse abwürgt, wird man am Ende zu einem phlegmatischen Holzkopf. Schließlich spuckt man einen Klumpen aus, der einen völlig ausgetrocknet zurücklässt, und von dem man erst Jahre später merkt, dass er kein Schleimklumpen, sondern dein innerstes Ich war. Wenn man das verliert, wird man immer durch finstere Straßen rennen wie ein von Gespenstern verfolgter Irrer. Man wird immer völlig aufrichtig sagen können: „Ich weiß nicht, was ich im Leben soll.“ Man kann sich glatt durch den zylindrischen Tubus des Lebens hindurchwinden und am verkehrten Ende des Fernrohrs herauskommen, so dass man alles, was jenseits von einem liegt, außer Reichweite und teuflisch verdreht sieht. Danach ist das Spiel aus. Welche Richtung man auch immer einschlägt, man wird sich in einem Spiegelsaal befinden. Man wird rennen wie ein Verrückter auf der Suche nach einem Ausgang, um festzustellen, dass man nur von Zerrbildern seines eigenen reizenden Ichs umgeben ist

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