Deep Shit

Nein, wirklich, braucht doch niemand. Bzw. doch, eigentlich schon. Ist ganz schön, wenn man die Bude putzt, irgendeine Geräuschkulisse zu haben, zu der man rhythmisch den Besen schwingen kann. Ich glaube, bzw. fürchte, meine Zombienachbarn hören keine Musik. Die Klospülung bereitet ihnen aber umso größeres Vergnügen, da die Rohre direkt neben meinem Bett verlaufen… Das ist nicht der Tropfen auf die Stirn, das ist ein nimmerendenwollender Scheißefluss direkt ins Gehirn und ich möchte meine Anlage gar nicht mehr ausmachen, um dem noch irgendwie entgehen zu können. Man kann sogar daran, wie die Spülung betätigt wird (und wie oft), erkennen, wie es gerade um den Haussegen bestellt ist. Wer möchte schon freiwillig hier wohnen? Eine hellhörige Bude ist ein Fluch, nein, dieses ganze verrottete Scheißdorf ist einer und damit meine ich auch Tübingen. Auch oder gerade weil es hier theoretisch viele schöne Nischen gibt, aber alles zäh wie Grütze ist und durchsetzt, nein, zersetzt von Machtgelüsten. Ich suche immer noch den Kniff, den finalen Trick, damit z.B. solche Bands nicht nochmal einen Bogen um dieses Nest machen müssen. Aber ist ja kein Punkrock. Punkrock ist deutsch, hat es zu sein, damit man ’s noch irgendwie verstehen kann, damit die Schnittmenge eine nicht allzu Kleine wird, womit ich nicht sagen will, dass es keine coolen Bands gibt, die zufällig oder leider hier geboren wurden…

Vielleicht ja, wenn sich alle mal entscheiden konnten, wer denn nun Sonne, Mond, Müllmann, obenauf und unterlegen sein
will, ist es wieder möglich, zusammen Konzerte zu machen, die eben nicht nur die Frisur auf dem Kopf und die Patches auf der Kutte rechtfertigen.

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