Schön bunt hier

Gomme – Hiss (Black Totem Records)

Waren gerade erst auf Tour mit Mane aus SF, welche auch gefallen wollen, aber doch nicht gar so wie Gomme.
Black Totem Records ist ein noch recht frisches Label, initiiert von einem Teil von den Maximators.
Bisher gibt es den Release leider nur auf CD, aber ist ja auch ein Tonträger, von daher…
Gefällt mega gut, erinnern an eine postpunkigere Variante von Mary Bell, aber der Vergleich liegt auch
örtlich zu nahe. Schön verschroben, desolat und minimal. Wer fährt mit mir nach Paris, um all die coolen Bands anzuschauen
und wer leiht mir Geld und Mut dafür?

Other Jesus – Everything is problematic (No Sun Recordings)

Die erinnern mich so unverschämt an irgendeine andere Band und mir möchte einfach nicht einfallen an wen.
Schön kaputter, beiweilen disonanter Grunge, bzw. Shoegaze, knietief in den 90ern verhaftet, aber auf eine
unverkrampfte, frische Art und Weiße. Hätte so eigentlich auch auf M‘lady’s erscheinen können.

Maximum Busy Muscle – s/t

Athens geht tierisch ab und der ganze Mikrokosmos an Bands weiß fast durchgehend zu überzeugen. DiCaprio zum Beispiel sind auch von dort und und und.
Motherfucker haben mich live schon förmlich über den Haufen gefahren und dafür gesorgt, dass sich mein Blickfeld zu einem Tunnel verformte, bißchen
so wie die Kameraeinstellungen bei Shining, du weißt schon -also die Szene mit dem Jungen auf seinem Dreirad. Nicht zuletzt natürlich auch wegen des massiven Geballers, das Erika an dem Schlagzeug ablieferte. Die ist der Wahnsinn!!! Und jetzt stell dir mal vor, die spielt auch in einer anderen Band und das nicht einmal alleine, sondern mit noch einer Schlagzeugerin.
Bämm, ich bin mir sicher, so können Gebäude abgerissen werden. Gefallen mir MBM auf Platte nicht gar so sehr wie Motherfucker, muss das live doch ein markerschütterndes Erlebnis sein. Trotzdem, her mit dem Ding!!

Telepathic – Self Checkout (Third Uncle Rds)

Wer mit den Salad Boys, Woolen Men oder auch Sauna Youth was anfangen kann, ist hier auch bestens bedient.
Grundsätzlich scheint die Stimmung, zumindest instrumental wesentlich besser und sonniger als bei den Woolen Men,
aber die Herangehensweiße an die Musik ist doch ähnlich nölig.
19 Tracks sind fast schon eine epische Länge, aber die Songs sind kurz und knackig gehalten, von daher wird die Langeweile
gut umschifft. Trotzdem will mir irgendwas fehlen. Nicht gerade das Abewechslungsreichste, was ich seit Langem gehört hab, aber
die schrammeligen Gitarren gefallen doch ganz gut und jeder Song wartet mit feinen Gimmicks auf, die einen doch
bei der Stange halten. Geht klar!

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