Hippie Vomit Inhaler vs. Weird Money

Der ganze Wust aus neuen Label und Bands ist doch kaum mehr zu überschauen und irgendwie bekommmt man den Eindruck, dass ALLE, aber ausschließlich ALLE auf „Music from Hell“ von Nervous Gender hängengeblieben sind und genauso, oder noch irrer klingen möchten.
Ist zwar eine spannende Entwicklung aber erschöpft sich doch recht schnell, wenn man mich fragt.
Umso beruhigender, fast schon sedierend (nach all diesem Krach) ist ein Release wie dieser:

Teenanger – Teenager (Telephone Explosion)

Der Name der Band täuscht über den Inhalt hinweg, Teenanger bestehen seit unzähligen Jahren, fliegen aber die meiste Zeit schon unter dem Radar, trotz ihrer kurzen aber knackigen Euro-Tour vor nicht allzu vielen Jahren.
Wurden sie zu dieser Zeit ihrem Namen noch gerechter durch ihren garagigen Sound, überraschen sie mich mit ihrem neuen Release doch aufs Heftigste und klingen aufgeräumter denn je. Der Opener gibt defintiv die Richtung vor, sprich, es werden hier unzählige Reminiszenzen an die musikalischen 80er geliefert, aber nicht, dass das irgendwie zwanghaft oder allzu retrospektiv wäre, nein, es ist einfach nur dermaßen spannend anzuhören, wie hier die Seitenhiebe auf den Flying Nun – Katalog oder auch Echo & The Bunnymen nur so um die Ohren pfeifen, aber auch das wird diesen Aufnahmen nicht wirklich gerecht. Teenanger haben ihre Adoleszenz endgültig überwunden, obwohl diese schon recht spannend anzuhören war, und spielen nun extremst zurückgelehnten Rock, der auch wunderbar zwischen Total Controls „Flesh War“ und einem x-beliebigen Song von Marbled Eye laufen könnte… Diese Platte steht ganz weit oben auf meiner Wunschliste, die ich morgen schon beim Jobcenter einreichen werde.

Surfbort – Bort to death 7″ (Hozac)

Zwar freue ich mich immer wieder, zu lesen, dass irgendwo auf diesem Planeten ein neues, feines Label auf die Beine gestellt wurde, trotzdem macht es genauso Spaß dass auch Label wie Hozac weit davon entfernt sind, in der Versenke zu verschwinden und immer wieder durch neue, spannende Releases aufzutrumpfen wissen.
Der Name und das Artwork täuscht hier etwas über den Sound hinweg und man könnte eine weitere verträumte Burger-Band dahinter vermuten, aber das könnte einfach nicht weiter daneben liegen.
Auch wenn man die (Live)Videos von Surfbort anschaut, wird schnell klar, dass man es hier einfach nur mit völlig Bekloppten zu tun hat und das im allerbesten Sinne.
Ich weiß nicht, an was mich das erinnert, aber ich finds irre stark. Mit Sean Powell (Ice Ballons) haben sie ein -nicht unbekanntes- Gesicht am Schlagzeug. Sehr fett!

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