lalala

Jackson Reid Briggs & The Heaters – Spit on it & give it a name

Also ganz egal, was alle behaupten, mir kommen da so ziemlich auf Anhieb die frühen Hot Snakes in den Sinn,
oder auch eine andere Inkarnation von The Men.
Schon vom ersten Song an wissen die Leuts aus Melbourne zu überzeugen durch schnörkellosen, äußerst energischen
Rock, der zum kompletten Ausrasten lädt. Vielleicht auch ein wenig Seminal Rats mit drin, um lokalere Vergleiche
zu bemühen, oder aber auch Cheap Time. Songs die man mitgrölen möchte ohne sich dabei wie der letzte Depp zu
fühlen. Fertiger Sound von Leuten, die aussehen, als könnten sie kein Wässerchen trüben.

Stiff Love – Trouble

Ein weiteres Projektchen der Menschen aus dem Beta Boys, Lysol, The Vitamens und Lowest Priority – Umfeld.
Auch hier wird das Rad sicherlich nicht neu erfunden, aber das ist so ziemlich genau das, was ich jetzt gerne hören möchte, auch live.
Schön schrammelnder, unbeschwerter Punkrock, der auf den ersten Hörer vielleicht simpel erscheinen mag, aber eigentlich weit davon
entfernt ist. Ich finde ja, dass, wenn die Neo Boys etwas an der Geschwindigkeitschraube gedreht hätten, hätten sie vielleicht
genauso klingen können. Garagiger Punk, zu dem man einfach tanzen möchte, also so rumzappeln – mein ich.

Volage – Sittin‘ Sideways (Howlin‘ Banana)

Wenn’s um Beat geht, oder auch um Psych-Pop kann man mich mittlerweile doch recht schnell verjagen, einfach nur, weil das Genre
ausgepresst wurde bis zur Unkenntlichkeit und beiweilen zu einem schieren Vintage-Konstrukt verkam.
Auch kann man der Band vielleicht schon ab dem ersten Song vorwerfen, dass sie schon sehr nach Ty Segall klingen, aber das gibt sich im Laufe
des Albums und es entfaltet sich eine eigene Dynamik.
Volage lassen hier die Katze aus dem Sack, protzen mit musikalischen Skills, die fast schon unheimlich sind, aber
ohne, dass die Songs zwanghaft konstruiert wirken. Super-Clean produziert, fast schon jeglichen Garage-Sound abgelegt, ziehen Volage
sprichwörtlich alle Register, warten mit Streichern, Piano usw. auf, entwarfen fast schon ein episches Mini-Album, das sehr gut unterhält
und mehr Aufmerksamkeit verdient hätte.

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email