Genau genommen…

…wollte ich einfach nur dieses Video posten, weil ich es doch sehr gelungen finde, von der Musik mal ganz abgesehen, aber dann dachte ich mir, wieso nicht gleich bißchen dazu rumblubbern, ein paar Worte verlieren über einen der kreativsten Köpfe, den die Garagepunk-Welt wohl jemals hervorbrachte und irgendwie sucht man sich dann doch immer wieder mal Gestalten, mit denen man sich gerne identifizieren würde, die anscheinend einen ähnlichen Film fahren wie man selbst. Als ich das Interview auf It’s Psychedelic Baby
mit Alex Cuervo las, war ich mir sicher: Coole Type, die ich wirklich gerne mal kennenlernen würde. Leider hatte meine Kohle damals nicht gereicht, als er mit den Hex Dispensers in Stuttgart spielte und ich musste mir das Konzert von draußen, durch die geöffneten Fenster anhören, was dem Spaß jedoch nur gering einen Abbruch tat. Auch die letzte Tour, als sie z.B. in Mannheim, das immer noch eine feine Punkrock-Szene vorzuweißen hat, halt machten, ging leider spurlos an mir vorbei, also muss ich mit Winchester Mystery House auf Platte begnügen und etlichem Zeug das dann doch noch auf meinen Rechner gespült wurde.
Klar, kann man mittlerweile sagen, dass er mit Espectrostatic, seinem neuesten und aktuellsten Projekt, defintiv einen Nerv getroffen hat, wenn man sich die Fülle der aktuellen Giallo-Soundtrack-Projekte vor Augen führt, aber hey, es handelt sich um Alex Cuervo und alleine dadurch wird mir das Ganze schon mal viel sympathischer, vielleicht auch, weil es sich fernab von dem Disko-Affinen Zeug bewegt, das sich auch gerne mal in dieser Nische bedient. Zwei Releases kamen auf Trouble in Mind heraus, einer, der Neueste, ist self-relased und bisher nur auf Kassette zu haben.
Wenn man dem Interview folgt, wird ziemlich schnell klar, dass die letzte Hex Dispensers – EuropaTour vielleicht erst mal wirklich die Letzte war, aber nach 12 Jahren Bandgeschichte kann man schon mal ein bißchen langsamer machen, was ich zwar sehr schade aber doch auch sehr aufrichtig und nachvollziehbar finde. Also beschränkt er sich gerade auf sein momentanes Projekt, dem ein gewisses eremitisches Dasein vielleicht eher noch zuträglich ist und ich muss sagen, mir gefällt’s. So, genug geblubbert – hier das Video:

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