Reviews: Muscle Barbie, Clean Shirts, Sista Bussen, Landline

Muscle Barbie – S/T

Erscheint Anfang Juni auf Harbinger Sound in Vinyl-Form und auf Phantom Records als Tape, wo man sich die Tracks auch noch für lau saugen darf.
Das ist wohl der Dunstkreis um das Pisse und Heavy Metal Geklüngel. Gemeingefährliches Geprügel, als hätte sich Drew Owen mit den Beta Blockers zusammen getan, um das räudigst-vorstellbare Süppchen aus Noise- und Garagepunk zu köcheln. Der Sänger klingt nach besoffenen Pöbeleien auf offener Straße, angefeuert von einem Instrumentarium, das wirkt, als würden die Involvierten ein Autorennen mit schrottreifen Boliden in deiner Nachbarschaft fahren. Wer seinen Punk schön ranzig hat, sollte sich die Leute auf ihrer bald anstehenden Tour nicht entgehen lassen!!! Ist das nun Hardcore-Punk aus der Garage oder Garagepunk für die Hardcore-Kids? Irgendwo dazwischen liegt wohl die Wahrheit.

Clean Shirts – Marginal 7″ (Kids of the Lughole)

Vielleicht kann sich noch jemand an die Shitty Limits erinnern? Also an vertrackten, zackigen Punk der zwischen den Stühlen sitzt?
Clean Shirts bedienen auch bestens diejenigen unter euch, denen Shitty Life und natürlich Dean Dirg gefallen.
Kuzweilige Kracher, die Erinnerungen an beste Zeiten heraufbeschwören.

Sista Bussen – Andra världskriget två

Schon der Name verrät, um was es sich hier wohl handeln mag.
Und ja, auch hier hat man es mit bekannten Gesichtern aus Uppsala zu tun. Also wer die Luftigkeit von Impo & The Tents und den Real Tears mag, wird hier mit dem Hardcore-Pendant auch seinen Spaß haben. Astreiner Bierduschen-, Konfettiregen-Punk, den man so nicht mehr allzu häufig zu hören bekommt, der dermaßen schön schrottig und schnell aus den Boxen knarzt, das es eine wahre Wonne ist. Auch die Videos, die zu den Songs produziert wurden, lassen den Spaß durscheinen, den man mit den Leuten haben kann. Beste Crew mit bester Musik!

Landline – s/t (Discontinous Innovations / Digital Regress)

Wenig andere Label sind wohl so sehr darauf bedacht, das Ende der Musik heraufzubeschwören und das auf so sehr gute Art und Weiße wie Discontinous Innovations. Da überrascht ein solcher eingängiger Release fast schon, obwohl auch dieser das Schrägste aus der Pop-Musik zu holen versteht.
Aber selbst hier hat man es mit einer Infantilität zu tun, die man sich eigentlich für alle Genre wünschen würde, um den zermürbenden Ernst zu untergraben. Mit Daddeligem Synth-Wave, angetrieben von Drumcomputer-Disco-Beats, schrabbeligem Gitarrenspiel und verspielten Effekten, ist auch dieser Release wieder bestens auf dem Label aufgehoben, das Pop-Sensibilitäten genauso gut umschifft wie allzu krude Noise-Spielereien.
Wer BB Eye mag, wird auch diese Band lieben. Ab in die Hüpburg – Spaß haben!

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