Reviews: Maniac, Control Test, Shitworker, Lié

Maniac – Dead Dance Club (Dirt Cult)

Gerade erst erschienen auf einem der symphatischsten und präsentesten Label, das man sich der Punkwelt wünschen kann. So weit dazu.
Wirkte der Vorgänger noch minimal unentschlossen (aber nicht weniger gut) wohin die Fahrtrichtung denn gehen soll, scheinen sie sich auf diesem Release eingependelt zu haben und es kommt ein PowerPopJuwel zum Vorschein, das nicht unweit der Clorox Girls anzusiedeln ist. Schnörkelloser, fett aus den Boxen drückender Punkrock, schön poppig und ausgelassen. Wer die Lückenfüller auf diesem Album sucht, macht dies vergeblich. Unglaublich auch, so viele Jahre in so vielen arschguten Bands zu spielen und sich trotzdem immer weiter zu steigern, ohne allzu verkrampft an die Sache heranzugehen. Das klingt weniger nach L.A. als es vielleicht vermuten lässt, eher vielfältig wie es auch ihr Label bestens vormacht. Das könnte so auch aus Ottawa stammen. Aber ist ja auch völlig egal. Hymnische Parts wechseln sich hier genauso ab, wie Songs, zu denen man einfach komplett ausrasten möchte (Living in Stereo!) und auch Mariachi-Gefrickel wirkt nicht deplatziert (Children of the dirt), sondern fügt sich hervorragend in ein Gesamtbild ein, das dermaßen Spaß macht.

Control Test – Verdadero Criminal 7″ (Iron Lung)

Machen da weiter wo die Screamers aufgehört haben und machen keinen Hehl daraus. Warum auch? Spitzen Band, auf die man sich schon mal berufen kann. So wird diese Referenz spätestens beim zweiten Song offenbar. Die Lyrics fallen etwas agressiver aus als beim Original, lassen den HC-Background der Bandmitgleider durchscheinen (Lysol, Nudes), was so aber auch wieder einfach nur die Gefährlichkeit eines Screamers-Auftrittes wiederspiegelt. Könnte ich mir gut vorstellen, dass das auf Album-Länge dann doch irgendwann recht eintönig wird, finde ich doch, dass das eine Single ist, mit der man jede Party sprengen kann!!



Shitworker – Demolition 2011

Verdammt, ich habe gar nicht mitbekommen, dass der Shitworker sich den Wirren der Bandcamp-Welt geöffnet hat und einen Live-Mitschnitt von 2010 veröffentlichte. Das gefällt mir immer noch so gut wie zur Zeit der Veröffentlichung, muss sich bestimmt nicht hinter ähnlich misanthropischen Projekten wie z.b. Black Panties verstecken. Primtiv, gefährliches Lo-fi Geschreddere, früher von einem runtergeranzten Drum-Computer „begleitet“, neuerdings mit Schlagzeugbegleitung. Respect this mask!

Lié – Hounds (Mint Records, Monofonus Press)

Wird am 6. Juli erscheinen. Lié scheinen hier ihre Mixtur aus Noisepunk und Postpunk wie man ihn z.B. auch bei Diät und den Pretty Hurts schätzen lernen durfte zur Prefektion gebracht zu haben. Das rumpelt weniger als bei den Vorgängern, sondern fetzt schön nach Vorne. Die Instrumente überschlagen sich, werden auf dieser rasanten Fahrt so dermaßen ineinander verwoben, dass der Gesang fast schon darüber schweben MUSS. Bisher sind nur zwei Songs dieser LP zu hören, machen aber Lust auf mehr. Großartig!

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