Reviews: Mean Queen, Deafcult, The Dutts


Mean Queen – Take a cool pill

Neues aus Athens. Die örtliche und geistige Nähe zu Motherfucker ist kein Zufall. Mean Queen beackern ein ähnliches Feld, spielen eine poppigere Variante des Noise-Rock-Ungetüms. 5 großartig ausgefeilte Songs tummeln sich auf dieser viel zu kurzen EP. Die Indie-Kante man nicht wegleugnen, aber eher derjenige, der in den 90ern zelebriert wurde, also im Speziellen Sonic Youth und Shellac. Selbst bezeichen sie ihren Sound als Post-Rock, was so auch nicht falsch ist. Gefällt vom ersten bis zum letzten Song.

Deafcult – Auras (Hobbledehoy Record)

Nur alte Grantler und Puristen wenden sich angewidert ab, wenn Begriffe wie DreamPop oder Shoegaze fallen, wirklich.
Deafcult machen Alles richtig, zeigen auf, dass diese Sparten doch unheimlich komplex zu spielen und noch schwerer zu kopieren sind.
6 Leute tummeln sich bei dieser Band auf der Bühne und es ist nicht schwer, sich vorzustellen wieviel Druck da aufgebaut wird, trotz Aller Melodiösität, und was für ein sprichwörtlicher Drahtseil-Akt es sein muss, nicht über sämtliche 860 Effektgeräte zu stolpern.
Diese werden hier in sämtlichen Schattierungen und Daseinsformen bedient und spinnen dich ein in ihr schwerelos-krachiges Universum, das sich rundum gut anfühlt. Eine solche Band an einem Abend mit einer Deathmetal-Band wäre wohl die musikalische Entsprechung eines Bosch-Triptychons.
Zwar wird hier nichts im Geringsten neu erfunden, aber wer hat jemals behauptet, dass jede Band sein eigenes Genre erfinden muss, um etwas Schönes zu kreieren?

The Dutts – s/t (La pochette Surprise)

Neues aus der Hamburger Weirdo-Schmiede rund um die Sick Hyenas und ihr Label.
Die Dutts überraschen mich doch sehr, habe ich doch einen Sound den Hyenas nicht unähnlich erwartet. Aber weit gefehlt.
Als erstes fällt natürlich die Spits-Referenz im Gesang auf, aber diese Band lässt sich nicht auf diesen offensichtlichen Vergleich reduzieren, so kommt das Instrumentarium doch noch eine Spur fetter, weniger entschlackt daher, wie beim Original, eher scheinen hier noch Bands wie z.B. die Heavy Lids Pate gestanden zu haben. Garagepunk, wie man ihn nicht wirklich hierzulande vermuten würde, der irre rudimentär-primitv und agressiv-schnell runtergezockt wird.
Verdammt gut!!!

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