Reviews: Death Stuff, Science Man (& More Power Tapes), Ye Nuns


Death Stuff – s/t (Mononfonus Press)

Es verwundert nicht, dass die Leute um Spray Paint und Monofonus Press auf diese Band aus Atlanta aufmerksam wurden. Der nötige Noise-Anteil, der auch mich aufhören ließ. Wühlend, sumpfig-primitiver Sound, der sich mit Di Caprio nicht nur (mit der vorhergehenden Single) das Label teilt, sondern auch das ein oder andere Mal mit ihnen auf der Bühne stand. Was kann man sich bei einem solchen Line-Up noch mehr wünschen? Ähnlich zu Di Caprio wird hier alles andere als gute Stimmung verbreitet und es wäre an der Band eine HCPunkBand verloren gegangen, wenn da nicht die vertrackte Noise-Kante wäre und die Gleichgültigkeit gegenüber dem Tempo der Stücke, welche alle einen Tacken zu langsam sind, um diesem Genre zu entsprechen. Aber genau das macht die Band in meinen Ohren so verdammt gut und dass das beiweilen herrlich dissonant daher kommt ohne allzu sehr einem gängigen Artrock-Klischee zu entsprechen. Mit kostenlosem Download.

Science Man (More Power Tapes)

Dieses Review könnte auch genauso gut eines über das gesamte Label-Sortiment sein. Schlicht alle Releases und die ganze Bandbreite von Hardcore Punk über powerpoppigere Sachen bis hin zu dermaßen freshem Garagepunk weiß zu überzeugen. Dieses Label ist genau das Richtige für diejenigen, die meinen, alles schon gehört zu haben und einknicken, ob der Vielfalt, die im Internet dargeboten wird. Ein unfassbar gutes Sortiment an krassesten Bands, die das Label hier zusammengestellt hat. Science Man, die Band, die ich mir für das Review aussuchte spielen super-hektischen Garagepunk, der enorm verspielt ist, aber ohne sich allzu sehr in Frickeleien zu verlieren. Garagepunk, wie ich ihn gerade sehr gerne höre, irgendwie eine ganz eigene Liga darstellt. Aber hört selbst und hört auch die wahnsinnigen anderen Releases an. Alles erste Sahne!!

Ye Nuns – Nun more black (Tuff Enuff)

Tuff Enuff ist ein Label aus Brighton, das sich auf (queer)feministische Band-Projekte spezialisiert und unter anderem das Demo-Tape von der Band Frau releasten. Und genau dieser Anspruch macht auch diesen Release zu einem so Besonderen. Was die Raincoats für die Kinks sind Ye Nuns für die Monks.
Seit jeher mochte ich die Monks sehr gerne, aber die doch sehr heteronormativen Teenager-Thematiken überholen sich dann doch sehr schnell und haben sich bei dem ein und der anderen wahrscheinlich noch bei Songs wie „Boys are Boys and Girls are Choice“ buchstäblich die Zehennägel aufgerollt, bekommt das durch Ye Nuns, die sich quer durch die Monks-Songs covern, eine satirische, ironische Kante und verdammt, Ye Nuns klingen einfach so gut und ich wage zu behaupten, fast noch besser als die Originale. Die Entschlacktheit der ursprünglichen Songs wird hier etwas aufgeweicht und die Stimme der Sängerin ist einfach phänomenal. Ich weiß noch wie mich die verdutzten Tänzer der Beatclub-Aufnahmen der Monks zum Lachen brachten, weil sie nicht auf das typische Beat-Genudel trafen, sondern auf sperrigen, super verqueren Sound und ja, Ye Nun heben das nochmal auf ein ganz anderes, phänomenales Niveau. Die Band ist zu -sage und schreibe- siebt auf der Bühne und die Banmitglieder haben sich bespielsweiße bereits bei Bands wie den Headcoatees und Priscillas ihre Sporen verdient und haben definitv ihre Wurzeln im Beat und Garagerock. Großartig!

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