Reviews: Primo, Meat Market, Priors

Primo – Primo Amici (Upset The Rhytm)

Wer sich bei der Melbourner Band, die mit dieser Debut-LP über Upset The Rhytm veröffentlicht wurden, an Terry erinnert fühlt, die zufällig auch auf dem selben Label sind, tut dies nicht zu Unrecht, da sie personelle Überschneidungen zu diesen haben. Primo klingen jedoch ein wenig geradliniger, aber nicht weniger poppig und nicht selten muss man dabei an den Output rund um die Leute von Grass Widow oder auch Chook Race denken, um auf dem selben Kontinent zu bleiben. Der Apfel fällt hier nicht weit vom Stamm und die verschachtelten Songstrukturen sind Terry defintiv nicht unähnlich. Ein wunderbares LoFiPop-Kleinod, das im August schon auf einer kurzen Europa-Tour live zu bestaunen ist.

Meat Market – Dig Deep (Recess Records)

Meat Market bilden die best-vostellbare Schnittmenge aus PopPunk und LoFiPop, stehen bereits mit dem zweiten Song der Catchiness von Parquet Courts in nichts nach, machen unglaublich Laune und intuitiv will man sich dazu bewegen, auch wenn sonst eigentlich Alles banane ist. Für die einen mag das nach Stangenware klingen für mich ist das eine weitere unfassbare schöne Entdeckung, die sich wunderbar einfügt in ähnliche Releases, die das Gefühl am besten einfangen, irgendwie desolat durch den Tag zu trudeln, ohne Plan, Ziel aber einem dicken Beutel Gras. Wer bei Big Cookie das Gefühl bekommt, die nächsten Songs nicht durchstehen zu können, wenn das so weiter nudelt, wird schon mit dem nächsten eines Besseren belehrt und bekommt ein fett-rockendes Stück, das so auch von Fidlar stammen könnte, wenn da nicht die samtweiche Stimme wäre. Intuitiv wünscht man sich beim Hören der Stücke in die Region, die wie geschaffen scheint, solcherlei Musik hervozubringen.



Priors – s/t (Brain Gum Records / Twintoe)

Neues aus Montreal und dem Geklüngel rund um die Sonic Avenues. Wer den Einfluss Jay Reatards auf die Avenues noch bezweifelte, darf sich hier die Gewissheit abholen, das dem vielleicht wirklich so ist. Auch Fans von Bands wie Public Eye oder Tv Freaks werden hier bestens bedient. Flotter Garagepunk, der den Pop-Appeal weitgehend hinter sich lässt und Platz macht für psychotisch-gefährliches, das die nötige Kante PostPunk geraucht hat, ohne sich dem Genre zur Gänze auszuliefern. Verdammt gut.

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