Reviews: The Phlegms, Leeches, Big Supermarket, Constant Mongrel


The Phlegms – Smile (Self Released)

„Cups Of Tea“, der Opener ist schon so dermaßen fett geraten, dass man den Song ein paar Mal in Reihe hören muss, bevor man sich den anderen Stücken widmen kann. Die Proto-Metal-Kante bricht sich bei dieser Band immer wieder Bahn, ansonsten wird in allen möglichen Genre gewildert und man kann sich nicht so genau entscheiden, ob das nun PostPunk oder Garagepunk ist oder sein will. Eines steht jedoch fest, das ist verdammt arschtretend und ich denke, diese Band mit L7 auf der Bühne wäre eine wilde Party!

Leeches – Sour Earth (Dreamland Syndicate)

Puh, würd ich solche Musik nicht verdammt gerne hören, könnte ich mich fragen, was Leute, die eine solche produzieren, wohl sonst machen würden, wenn sie nicht zufällig über ein paar Synthesizer und weiß der Fuchs was Alles gestolpert wären. Leeches ist ein One-Man-Project von einem Typen, der sonst bei den Inseminoids spielt. Schon das arschgeile Artwork verrät, um welche Art von Kopfgeburt es sich dabei handeln mag. Also wer Black Orphan, Umberto oder auch Black Bug gerne hört, wird hier bestens bedient. Gerade erst erschienen, sind die Tapes fast schon wieder weg. Tollwütig, düstere Synthi-Mugge. die wohl am Besten funktioniert, wenn man die Rolläden runterlässt und das LSD hoch dosiert. Ich glaube, das kann kaum schief gehen. Bei Archfiend Records
kann man sich frühe Aufnahmen für lau saugen.

Big Supermarket – 1800 (Hobbies Galore)

Ok, diese Songs in Verbindung mit dem Artwork sind wohl das Knuffigste, was mir seit Langem unterkam.
Herrlich verschrobener und dermaßen infantiler LoFiPop von großen Kindern. Mindestens so sedierend wie Zoloft.

Constant Mongrel – Living in Excelence (Anti Fade, LA Vida Es Un Mus)

Ganz schön gespannt bin ich auf diesen Release, der in 4 vier Tagen auf zweien der besten Punk-Label dieser Tage das Licht der Welt erblicken wird. Tom Hardisty dürfte neben Mikey Young einer der bekannteren Namen des australischen Undergrounds sein und auch seine Mitmusiker kommen einfach nicht drumherum in arschguten Bands zu spielen (Nun, Woolen Kits, Leather Towel, School of Radiant Living und und und). Bisher ist nur ein Song vorab zu hören, aber der fixt mich schon ganz schön an. Die Songstrukturen sind immer noch älteren Aufnahmen nicht unähnlich aber die bisherige Sumpfigkeit, die den Sound doch sehr mitprägte, wird -zumindest auf diesem einen Track- ein Stück weit aufgebrochen und kommt dadurch energischer und schneidender daher, ohne jedoch an Eingängigkeit einzubüßen.

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