„Hi there homies, Keep your stupid dreams alive!“ – Band der Stunde: Psychic Bloom

Psychic Bloom kommen aus Teheran.
Bevor die „Islamische Revolution“ stattfand, machte die „British Invasion“ auch vor dem Iran keinen Halt und Bands sprossen auch dort buchstäblich wie die Pilzköpfe aus dem Boden. Heute bewegen sich Rock-Bands aus dem Iran auf dem stetigen, sehr schmalen Grat zur Illegalität.
Das dortige „Ministerium für Kultur und islamische Führung“ achtet mit Argus-Augen auf Alles, was in dieser Hinsicht passiert, aber dazu können die beiden Labels, die sich Releases der Band annahmen, wohl mehr erzählen:
„Psychic Bloom im Burger-Records-Interview“
, „Detriti Records (unter den Songs) über die Schwierigkeiten, das Tape in den Iran zu exportieren“
Aber dank diesen beiden Labels darf ich nun hier sitzen und mir eine Band über das Netz anhören, die wie die bestmögliche Schnittmenge aus „Night Beats“ und „Apache Dropout“ klingen, vielleicht fast noch originärer. Kein einziger Ton wirkt deplatziert und ich höre die Songs jetzt wohl bald zum vierten Mal in Reihe durch, würde mich am Liebsten überschlagen vor Freude, eine solche Band entdeckt zu haben, die meinen Nerv wie schon lang keine andere mehr aus diesem Genre trifft. Alleine der Sound ist dermaßen fett geraten, aber wenn man sich dabei noch vor Augen hält, was die Bandmitglieder bereit sind, in Kauf zu nehmen und welcher logistische Aufwand alleine betrieben wurde um an passende Instrumente, Proberäume, etc. zu geraten, die solchen Sound erstmal gewährleisten können, wird das Hören zu einem Ereignis und man möcht sich fast schon schämen über welche „Luxus-Problemchen“ gerade hierzulande gestritten wird, wenn es um sogenannte „Underground-Musik“ geht. Irre!!!
„Psychic Bloom im Interview mit Last Day Deaf“

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