Reviews: Brandy, Weeping Icon, The Dictaphone


Brandy – Laugh Track (Monofonous Press)

Heilige Dampfwalze! Dank 12xu
entdeckt und erst gestern wieder daran erinnert worden, wie scheiß brutal diese Band eigentlich ist. Der Querverweiß der Band auf Running ist kein zufälliger, höchstwahrscheinlich teilen sich die Leute den Sänger mit diesen. Brandy setzen nicht bei jedem Track auf Geschwindigkeit aber umso mehr darauf, einen kompakten, tonnenschweren Sound zu erzeugen, der auch nicht allzu weit von ähnlichen Projekten wie z.B. Uniform angesiedelt ist. Ein wunderschöner Schmetterling!



Weeping Icon – Eyeball under (Kanine Records, Firetalk Records)

Vier Noisebastlerinnen aus Brooklyn und dem weiteren Umfeld von Wharfcat Records, die hier auf dieser, leider viel zu kurzen EP Songs zum Besten geben, die durch ihre sphärischen, fast shoegazigen Lärmattacken ein ähnliches Feld beschreiten wie Destruction Unit, eine psychedelische Sicht auf den NoiseRock-Kuchen präsentieren. Die Songs bewegen sich fast durchgängig über einem Rhythmus-Fundament das sehr wavig daherkommmt, während die Gitarre einen grandiosen Lärmteppich ausbreitet. Dass der Release gerade mal ein Jahr alt ist, lässt Hoffnung aufkommen, noch mehr davon zu hören zu bekommen. Herrlich verspielte Musik, die sich nicht genug austoben kann.

The Dictaphone – Hazmat (Totally Wired Records)

Ein Projekt, das ich leider völlig aus den Augen verloren habe, dabei haben sie vor nicht allzu langer Zeit in Stuttgart gespielt. Wenigstens kann ich die Single auf Sweet Rot mein eigen nennen. Aber die Uhr blieb seitdem nicht stehen für The Dictaphone, die leider immer noch ein Geheimtipp sind, obwohl sie so verdammt großartig sind. In wenigen Tagen erscheint ihr neuer Release auf einem weiteren super-schrägen Label mit dem leicht verdaulichen Namen unjenesaisquoi. Minimal-Wave, Cold-Wave und Frankreich gehören für mich irgendwie zusammen und was The Dictaphone auf diesem Gebiet leisten ist einfach so völlig aus der Welt, zumal sie sich nicht gänzlich diesem Genre ausliefern wollen. Wenn auch hier mal wieder beim Lauschen der Stücke die Alien-Invasion das vorherrschende Bild im Kopf ist, muss das schon auch seine Entsprechung auf dem Cover finden.
The Dictaphone ist wohl nur live als vollständige Band zu hören, ansonsten wurden alle Instrumente von Jérémie Morin alleine eingespielt. Wer seinen Wave gerne düster hat und auch The Feeling of Love, Delacave oder Scorpion Violente etwas abgewinnen kann, wird auch von diesem Projekt begeistert sein, das treffenderweiße zusammen mit ersteren auf Kill Shaman bestens untergrebracht ist.
Dementsprechend irreal sind die Stücke geraten.

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