Reviews: Institute, The Molds, bAd bAd, Eyesøres


Institute – Beat Sessions Vol 6 (Shout Recordings)

Verrückt, als ich mir die Songs anhörte, dachte ich im ersten Moment: „Hey, SO gut haben mir Institute noch nie gefallen.“
Dann erst fiel mir auf, dass es sich um einen Live-Mitschnitt von Songs handelt, die bereits auf den Alben vertreten sind. Tja, schön reingelegt und ich geoutet als Schwaller, der die Songs so aufmerksam wohl doch noch nicht angehört hat. Dann wieder muss ich an ihre Live-Videos denken. So gut ihre Studioaufnahmen sind, Institute sind eine Live-Band, leben vom exaltierten Auftreten des Sängers und seinem eigentümlichen Gesang und natürlich von einem Sound, der massiver kaum sein könnte. Große Überraschung: Gute Musik macht live noch mehr Spaß. Krass, oder?
Institute würde ich auch in meine eigene Liste der Gruppen aufnehmen, die ich als Konsensbands bezeichnen würde. Was eine solche Band ausmacht, kann ich noch nicht mal wirklich sagen, aber schon alleine die Label, auf denen die Leut veröffentlichten, findet niemand wirklich scheiße.

The Molds – Saltine LP (Volar)

Ihr Debut auf dem selben Label ging irgendwie spurlos an mir vorbei, aber hey, die sind ja verdammt großartig. Schon vom ersten Song an gefällt mir der GitarrenSound und die wirklich gut gemachte Mischung aus PostPunk, Garagepunk, Folk mit Psycheinschüben, die zwar sehr eigentümlich ist aber dafür umso mitreißender, schön dumpf und wühlend. Klar sind da auch Surf-Einschübe durchzuhören, aber Alles so schräg, wie man es vielleicht auch schon bei der Band Sapin angedeutet bekam. Die melancholische Kante verleiht dem erst so wirklich die besondere Würze. Kein Scheiß, die Band verbinde ich mit einem Traum, der mich so sehr verstört hat wie kein anderer zuvor, aber der ist wirklich viel zu verrückt um hier erzählt zu werden. Hätte auch nie gedacht auf Volar Records, ihrem Label auch mal eine D-Beat Band zu finden. Therapy heißen die. Find ich stark. Auch bei Slovenly werden die Fühler in andere Gefilde ausgestreckt und sie veröffentlichten mit Desahuciados eine Deathrock-Band, die wirklich irre ist. Zurück zu den Molds. Eine wirkliche großartige Band, die schwer was her macht!!!

bAd bAd – Another Insect Bite

Garagepunk kann nicht verspielt genug sein. Was in den vorhergehenden Releases eher noch angedeutet wurde, wird hier in Perfektion betrieben. Insektoid, wuselig, futuristischer Sound aus dem Grassy Null Bandgewölle, die schon mit den anderen Bands einen hervorragenden Riecher für progressive Wege in dieser Musik bewießen. Vom Artwork bis zum Sound ein Tonträger, der meinen Nerv so gut wie kaum eine andere trifft!

Eyesøres – s/t

Huch, eine weitere Band aus Australien. Eine, die nicht weit vom Diät-Baum fällt. Eigentlich könnte ich hier schon zu schreiben aufhören, aber vielleicht zerstört sich Bandcamp ja irgendwann selbst, dann musst du dir halt vorstellen wie das klingt. Also, stell dir vor, das ist PostPunk, bei dem Deathrock manchmal angedeutet wird, aber nicht so sehr, dass das irgendwann völlig penetrant nach Patchouli riecht. Postpunk, der wirklich was kann und eher noch vielfältige Einflüsse zulässt, wie es auch bei ähnlichen Projekten wie z.B. Pretty Hurts, Lié oder eben Diät vorzelebriert wurde, aber doch mit einer sehr eigenen Kante. Gefällt ausgesprochen gut.

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