Reviews: GO!ZILLA, BÊNNÍ, BRONCO LIBRE



GO!ZILLA – Modern Jungle’s Prisoner (Teenage Menopause)

Wirklich gespannt war ich auf diesen Release, für den sich die Leut nun das Label von Elzo Durt ausgesucht haben.
Das hat schon seit dem letzten Album nicht mehr viel zu tun mit den Tagen als GO!ZILLA noch in den Kinderschuhen steckte. Stampfte die Band anfangs noch zu zweit durch Europa und präsentierte super-verrohten aber schon ziemlich psychotischen Garagepunk, wuchs das Biest im Lauf der Jahre um vier weitere Mitmusiker an (u.a. Fabio von Plastic Man) und der Sound klang ausgefeilter und psychedelischer. Das Alles wurde nun auf diesem Release zur Perfektion gebracht und dabei entstand ein herrlich psychedelisches Album, das neuerdings seine Einflüsse auch von Afro-Beat (à la The Mutants) und einer minimalen Ecke Postrock bezieht. Der Titel scheint Programm zu sein und klingt wie der Soundtrack zu einem Horror-Trip, einem Trip, der von den Gefahren einer Dschungel-Expedition inspiriert zu sein scheint und daher vielleicht auch von ihrer Tour durch Süd-Amerika. Aber es ist mitnichten ein typisches Psych-Album geworden, sondern kommt -wie gesagt- eher wie ein Soundtrack zu einem ganz eigenen Film daher, einem Film der von alptraumhaften Schrecken zu erzählen weiß und das besser denn je!!

BÊNNÍ – The Return (Goner)

Ich finde es immer sau-spannend, wenn Garagepunks andere musikalische Pfade betreten. Egal, ob das nun Metal, HcPunk oder wie hier 80er Synthesizer-Mugge ist – es kommt einfach immer was Gutes dabei raus. Auch in dem Fall von Benny, der ansonsten bei den Heavy Lids, Wizzard Sleeve, Gary Wrong Group und Natural Child spielt. Reicht doch eigentlich schon, um zu wissen, dass da jemand am Werkeln ist, der weiß was er macht. Als sein extraterrestriches Alter-Ego BÊNNÍ begibt er sich mit Zuhilfenahme analoger Synthesizer und weiterer Spielereien aus dem Raumschiff auf die Pfade früher Synthi-Pioniere. Die Referenzen reichen hier von Carpenter über Jean-Michel Jarre bis zu Unbekannterem wie z.B. Automat.
Goßartig verspultes Album mit spitzen Artwork.



Bronco Libre – S/T (Abfall Records / Destructure)

Was ein tolles Album. Bronco Libre spielen schon seit gefühlten 100 Jahren zusammen und erinnern ein wenig an die münsteraner Hohezeiten und Bands wie Press Gang, Idle Hands oder auch Toyotas. Zackig, hibbeliger Punkrock mit einem Bein im Hardcore-Punk und den Fühlern ausgestreckt Richtung poppigere, eingängigere Gefilde. Die Lyrics werden auf französisch hervorgebellt. Für den einzigen deutschsprachigen Track wurde der Sänger von Gewaltbreit ins Boot geholt und auch bei den anderen Tracks werden die weniger geilen Dinge besungen, aber das Alles wunderbar eingebettet in entsprechend schön-melancholisches Songwriting, das wirklich was kann!!

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

0 Antworten auf „Reviews: GO!ZILLA, BÊNNÍ, BRONCO LIBRE“


  1. Keine Kommentare

Antwort hinterlassen

Du musst dich anmelden, um einen Kommentar zu schreiben.

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


zwei + = vier