Reviews: COMPLAINER, ELLEN AND THE DEGENERATES, WET SPECIMEN

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Complainer – Pure Vanilla (Already Dead Tapes)

Ein Duo aus Saint Louis, das sich einer Mischung aus Mathrock und Garagepunk verschrieben hat. Bißchen, als wären die Violence Creeps zum Duo zusammengeschrumpft oder ein wenig wie die Make-Overs. Lasst euch von der (wirklich gut gelungenen) Lo-Fi-Produktion nicht täuschen, die Beiden verstehen ihr Handwerk. Der Schlagzeuger klingt, als hätte er seine Sporen bei Jazz-Jamsessions verdient und vollführt die abgefahrensten Kapriolen, während die Gitarre wirklich Atemberaubendes dazu generiert. Die Songs laufen nun bald zum dritten Mal durch und ich will mir immer noch die Begeisterung über diese Entdeckung von der Seele schreiben, obwohl mir doch ein wenig die Worte fehlen. Das klingt so abartig bewusst unterproduziert, ist es aber nicht. Wenn es für dich doch so klingt, musst du einfach die Anlage weiter aufdrehen und prompt fühlt sich einfach nur richtig an, was die Beiden machen. Du kannst es auch NoisePunk nennen, wenn du magst, aber genaugenommen holen die Beiden einfach Alles aus einer Band heraus, die „nur“ aus zwei Leuten besteht und schaffen etwas ganz Eigenes, das wie gemacht ist für verrauchte Keller-Shows.

Ellen And The Degenrates – Herb Alert (What’s For Breakfast Rds)

Von den trashigeren Anfangstagen, die noch eher nach wildem Garagepunk-Geprügel klangen, bewegt sich die Band ein Stückchen weg, kommt besser produziert daher und es kristallisiert sich ein kleines PopPunk-Juwel heraus, das mich streckensweiße leicht an die Distillers erinnert. Die Band macht keinen wirklichen Hehl daraus, dass es ihnen in erster Linie um den Spaß geht, was man bei dem Titel der EP sicherlich nicht vermutet. Das macht verdammt gute Laune, ergeht sich in ganz klassischem 90er Punk-Songwriting, aber so luftig-leicht, dass es eine wahre Wonne ist. Hoffentlich war dieses Lebenszeichen nicht das letzte dieser Band, die einen Sound gefunden hat, den ich mir gerne auf Länge einer LP anhören würde.

Wet Specimen – s/t

Was ein Debut! 4 Bockstarke KBD-, Garagepunkkracher, die dermaßen Bock auf mehr machen.
Die Tapes waren auf 50 limitiert und wurden von To Live A Lie produziert.
Warum klingen nicht alle Punkbands genau so? Wirklich, ich wäre dermaßen glücklich, diese Band am Besten mit den oben genannten an einem Abend in einem kleinen Kabuff spielen zu sehen.

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