Reviews: Lowhangers, Miscomings, Royal Brat

reviews

Lowhangers – 2 Tracks (Born Wrong)

Noiserock kann so unglaublich Viel und Gutes und gerade heute werden einem die neuen, innovativen Bands nur so um die Ohren gefeuert.
Lowhangers bilden da keine Ausnahme, auch wenn die Puristen sagen würden, dass das kein Noiserock ist oder sagen würden „das ist aber Sludge“ oder „das ist aber Hardcore“. Es ist so egal. Lowhangers gehen die Sache verdammt richtig und gut an. Wenn das live nur ansatzweiße so klingt, wie auf den beiden Tracks möchte ich die Band unbedingt sehen. Fies-Brutales tonnenschweres Geschredder, das sich defintiv bei allen dreien Genre bedient und das verdammt gut.

Miscomings – Bag Of Knives

Miscomings haben einen neueren Release
auf Den Tapes, dessen Sound etwas ausgereifter, aber umso verrückter und weniger zugänglich ist, deshalb denke ich, dass diese, etwas älteren Aufnahmen als Einstieg besser herhalten. Klar, ist das irgendwo an der Schnittstelle zwischen Art- und Noisepunk, aber im Endeffekt macht diese Band genau das, was ich bei den Lithics beispielsweiße vermisse. Sie erzeugen in ihren Songs einen ähnlich bedrohlichen Sog, wie es z.B. Teenage Jesus & The Jerks mit „Orphan“ schafften. Es gibt gerade irre viele Bands, die sich an einem solchen Sound versuchen und allzu oft sitz ich kopfschüttelnd vor dem Bildschirm. Aber Miscomings bekommen es sehr gut hin einen bei der Stange zu halten, trotz aller Verschrobenheit. Spätestens bei Needle Nose wird oben genannte Referenz offenbar. Spitzen-Mugge!!!

Royal Brat – Eyesore (Moniker Records)

Ich kann mir vorstellen, dass nichts für eine Band ätzender ist, als immer wieder auf die selben Vergleiche zu stoßen: „Hey, ihr klingt volle Kanne nach…“ Auf Dauer sicherlich ermüdend, trotzdem denke ich, dass es den wenigsten Bands wirklich gelingt, etwas völlig Neues zu kreieren und in irgendeiner Schublade müssen sie es sich dann doch einrichten, aber viel lieber ist mir immer noch, wenn die Menschen hinter einer Band einfach völlig drauf scheißen und einfach machen, worauf sie Bock haben und wenn das dann auch noch wirklich klingt, als wären die Rip-Offs aus der Versenke zurückgekehrt und hätte den Staub vom Gerippe geschüttelt, find ich das nur umso besser. D.h. Royal Brat spielen sehr tighten, zackigen und rotzfrechen Garagepunk, wie er mir immer noch am Besten gefällt und wie er doch selten genug zu finden ist in all dem Gewusel, das sich so unfassbar progressiv und wegweisend gibt. Immer wieder schleichen sich power-poppigere Nummern ein und lüften die Songs ordentlich aus, was dieses Album zu einem sehr abwechslungsreichen macht.

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

0 Antworten auf „Reviews: Lowhangers, Miscomings, Royal Brat“


  1. Keine Kommentare

Antwort hinterlassen

Du musst dich anmelden, um einen Kommentar zu schreiben.

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


sechs − = zwei