Wie schlimm es wirklich um die Menschheit steht (besorgte vorweihnachtliche Gedanken unseres Vorstands-Vorsitzenden Erwin G.)

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Liebe Leser und Leserinnen.

Die Rede wird im Folgenden von einer Verschwörung sein, die alles bisher dagewesene übertrifft, eine Zusammenrottung wie die Welt sie noch nie gesehen hat und ja, ich spreche von einer Bedrohung für die gesamte Menschheit. Wer dachte, die Pest wäre mit das Schlimmste gewesen, was ganze Städte befallen hat, wer dachte Polio und die Pocken wären das Furchterregendste, was Menschen jemals reihenweiße dahinraffte, bekam es noch nicht mit diesem neuen Erreger zu tun, der besonders häufig in ländlichen Regionen und Kleinstädten auftritt.

Die Folgen sind drastisch, wirklich sehr sehr schlimm und manchmal kann man das schon an kleinsten sozialen Brennpunkten wie z.B. Tankstellen beobachten. Da stehen sie, die armen Infizierten mit ihren tiefergelegten, hochglanzpolierten Volks-Boliden, dünsten ihre Energy-Drinks aus, kreuchen um die Vehikel und trommeln schon auch mal auf die Bistro-Tische zum Takt ihres Zerfalls. Ihr schmerzerfülltes Grölen hallt herzerweichend durch die Nacht und übersteigt die Grenzen der Phantasie und Belastbarkeit.
Jedes mal, wenn ich das sehe und höre, liebe leser und Leserinnen frage ich mich, wieso kann sich niemand dieser armen Seelen annehmen, wieso erkennt niemand außer mir die unbeschreiblichen Höllenqualen, die diese armen Menschen zu ertragen haben und wie sie sich allzu gerne freiwillig dieser schleichenden, unsichtbaren Gefahr aussetzen.

Besonders häufig tritt die Krankheit jedoch bei Individuen auf, die sich in christlichen und volkstümlichen Kontexten zusammenrotten. Gerade da übertrifft die Ansteckungsgefahr das normale Maß und die Symptome äußern sich darin, dass die armen Menschlein schon auch mal die Hände zum Himmel strecken und hilflos SOS-Signale in die Luft rudern oder bier-sabbernd auf ihre Tische und Bänke klettern und in einem grauenvoll anzusehenden Veitstanz sämtliche Scham und Würde verlieren.

Aber wer dachte, dass dieses Phänomen sich auf ländliche Regionen oder gar Deutschland beschränken würde, der oder die irrt gewaltig. Nein, es breitet sich aus, infiltriert die Menschheit, lässt ihre Gehirne atrophieren und ihre Emotionen verdorren. Vergeblich wurden bereits Petitionen erstellt, die WHO kontaktiert. PräsidentInnen winken ab zum Beat der Epidemie, die bereits ganze Landstriche (Mallorca, Ibiza, …) zu einer einzigen Quarantäne-Station werden ließ. Gerade dort steht es besonders schlimm um die Betroffenen und PflegerInnen kommen nicht mehr damit zu Rande, alle zu versorgen und stellten Ende der 90er aufgrund mangelnder Fachkräfte von anfänglicher Einzelbetreuung darauf um, ihnen ihre Medizin in Eimern zu verabreichen. Vergeblich – der Traum von einem gesunden Mallorca bleibt ein vollgekotztes Schland-Tuch auf einer Strandliege und nicht selten erinnern die Szenen, die sich dem Auge dort darbieten der Anfangssequenz aus „Saving Private Ryan“ – nur halt andersrum.
Selbst hartgesottenste Medizin-Veteranen knicken ein, ob der Gräuel, die sich einem darbieten, Ärzte kommen an ihre Grenzen.

Vergeblich versuchten MenschenrechtsaktivistInnen 2013 bis zu den Infizierten vorzudringen.
Sie wurden nie wieder gesehen. Vertrauenswürdigen Quellen zufolge und durch ausführliche, flächendeckende Beobachtung des Areals durch Drohnen, wird jedoch vermutet, dass einer der Aktivisten bis zum Herd der Epidemie vordringen konnte, bis er selbst befallen wurde. Er nennt sich jetzt „Dj Bier“ und Wärmebild-Aufnahmen bestätigen das Unfassbare: Der Erreger mutierte in ihm und er wurde wohl als Alpha-Männchen von den übrigen Betroffenen akzeptiert und hofiert.

Es kann so nicht weiter gehen liebe Leser und Leserinnen. Wenn sie in betroffene Areale vordringen und sich ihnen einer der Befallenen nähern sollte, schützen sie sich mit Ohrstöpseln oder noch besser mit Kopfhörern, sorgen sie dafür, dass ihre Kinder Zusammenrottungen meiden, die auf eine Infizierung hindeuten, erkennen sie die Gefahr in soziokulturellen Zentren bevor sie um sich greift, schützen sie sich und ihre Umwelt, werden sie aktiv.

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