Reviews: Bad Mojos | Sex Ed | Forra

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Bad Mojos – I hope you OD (Voodoo Rhythm / Swampland Records)

Also, ich feier’s immer noch total!
Berns umtriebigste Kaputtniks kommen mit ihrem ersten Longplayer um die Ecke und geändert hat sich zum Glück nicht viel, heißt, es wird eine zuckersüßeste Tortenschlacht aus pissigsten Misfits- und Spits-77Punk-Balladen heraufbeschworen. Bisher sind nur 3 Songs online zu hören, aber Großes wird versprochen und auch eingehalten. Zum ersten Mal bekennen sie sich öffentlich zu ihren Vorbildern Mahatma Ghandi und GG Allin (vereint in einer Person: GG Ghandi) und besingen die Themen, die jeden Lesekreis vor Neid erblassen lassen: Harte und weiche Drogen, Cops (Gute und Böse), Gevatter Tod, außer-Kontrolle-geratener Vollsuff und die damit verbundenen Schwer-Verbrechen. Dass sich dieses Mal Voodoo Rhythm ihrer angenommen hat, liegt irgendwie nahe und dass ein französisches Label die andere Hälfte zur Veröffentlichung beitrug, ist umso besser. Ich bin mir ganz sicher, die nächsten 2 Mal verpass ich sie nicht mehr. Und damit du sie auch nicht verpasst, die spielen am 07.02. in Suttgart.

Sex Ed – S/T (Weather Vane Records)

In welcher Band würde Drew Owen wohl spielen und keifen, wenn er nicht nach Finnland, sondern nach Australien gezogen wäre? Nein, wirklich, wer fuchsteufelswildem KBD-Punk was abgewinnen kann und wer fiesen Exorzisten-Hardcore aus Australien (a lá Grotto) auch gern haben tut, ist da völlig an der richtigen Adresse und irgendwie erinnert mich solche Musik dann doch an Konzerte und Abende, die so völlig aus den Fugen geraten sind, dass sie gerade mal noch Erwähnung in Psychologie-Feldstudien finden können und sollten. Die Band wurde aufgenommen und abgemischt vom Geschmacksgarant Billy Gardner (Ausmuteants, Living Eyes, Anti-Fade Records).

Forra – Mostrame Lo Peor (LA Vida Es Un Mus)

Gefährlich vor sich hin schreddernder Anarcho-Punk, als wären Anti-Sex, Cold Meat und die lichtesten Momente von Crass in eine überdimensionale Saftpresse gesteckt worden. Die Lyrics werden in einer Geschwindigkeit hervorgebellt, die jedes Rapperchen an die Wand pusten und die Instrumente halten mit, lassen hier und da auch minimale Ausflüge Richtung klassischem PostPunk zu. Die Einnahmen der Plattenverkäufe gehen an Anwälte, die sich für Geflüchtete einsetzen. Also doppel-plus-gut sich diese Platte zuzulegen.

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